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Equipment-Special: Ballmaschine

Equipment-Special: Echte Maschinen

28.04.2020

Verschiedenste Ballschussmaschinen drängen auf den Fußball-Markt. Nur ein kurzer Hype oder wird sich dieses neuartige Trainingsgadget durchsetzen? Und falls ja, welches Gerät? Wir haben uns mal umgesehen.

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Das hat es doch früher auch nicht gegeben, brauchen wir das wirklich?

Wenn man die Kassenwarte fragt, sind das vermutlich die ersten Reaktionen auf Ballschussmaschinen. Schließlich sollten Investitionen in neues Trainingsgerät wohl überlegt sein und technische Innovationen werden eh immer skeptisch beäugt. Es ist ja auch richtig: Warum sollte man eine Maschine kaufen, die etwas kann, was die Spieler lernen sollen? Nämlich präzise, angeschnittene Flanken und harte Torschüsse. Nimmt man den Spielern damit nicht die Möglichkeit, diese Fähigkeiten zu lernen? Was sind also die Vorteile der Schussroboter? Vielleicht hilft ein Blick in andere Sportarten. Im Tennis und Tischtennis sind Ballmaschinen gang und gäbe. Durch das häufige Wiederholen einer bestimmten Herausforderung werden bestimmte Schläge viel schneller trainiert. Ist man unsicher im unterschnittenen Rückhandreturn wird die Schwäche so lange penetriert, bis der Schlag im Repertoire des Spielers ist. Zugegeben, ein Tennisspieler wird während eines Matches häufiger mit ähnlichen Schlägen konfrontiert als z.B. ein Fußballtorwart in 90 Minuten mit einem Flatterball aus der zweiten Reihe genau in den linken Torwinkel. Aber weil eben einzelne Situationen im Fußball Spiele entscheiden, sollten diese speziellen Situationen im Training gelernt werden. Und das geht am besten durch ständiges Wiederholen. Und da nicht jede Mannschaft einen präzisen Scharfschützen à la Messi oder einen Flankengeber wie Trent Alexander-Arnold hat, der die Bälle verlässlich auf den Punkt genau in den Strafraum liefert, sind diese

Spielsituationen am einfachsten mit einer Maschine zu wiederholen. Trainieren wie am Fließband. Nicht nur in Individualsportarten kommen die künstlichen Ballverteiler zum Einsatz. Technischen Entwicklungen von jeher aufgeschlossenere US-Amerikaner benutzen sie schon lange, besonders in den Sportarten Baseball und American Football. Wenn ein simulierter Wurf beim Training hilft, warum nicht auch ein artifizieller Schuss?

Die Einsatzbereiche

Sowohl im Torwarttraining als auch im normalen Mannschafts- und Individualtraining können die Ballroboter lehrreich eingesetzt werden. Im Torwarttraining werden durch die Maschine hauptsächlich Reflexe und Reaktionen auf sämtliche Torschüsse geübt. Kein Spieler schafft es, mehrere Freistöße nacheinander in den Winkel zu schießen. Ein Schussroboter lehrt den Keeper das Fliegen also effizienter als jeder Kunstschütze. Im Mannschaftstraining können häufig wiederkehrende Spielsituationen einstudiert werden: Eckbälle mit Spin zum Tor, Flanken aus dem Halbfeld, und und und. Sowohl Angriffs- als auch Abwehraufstellungen können so in ständiger Wiederholung ausprobiert werden. Individuelle Trainingsmethoden sind unter anderem die Ballannahme mit unterschiedlichem Spin, verschieden harte Schüsse oder auch Volleyschusstraining nach Flanken. Ein auch nicht zu vernachlässigender Fakt ist, dass jede Abwechslung im Training die Spieler motiviert und unterhaltsame Trainingsspiele den Ehrgeiz neu wecken können. Genug geredet, ran an die Geräte!

Trainingsmöglichkeiten einer Ballschussanlage:

Taktisches Mannschaftstraining:

  • Platzierung bei Eck- und Freistößen bei Angriff und Abwehr
  • Lauf-Timing bei verschiedenen Standardsituationen

Individuelles Spielertraining:

  • Ballannahme mit Brustkorb, Fuß,  Oberschenkel
  • Kopfballtraining
  • Passtraining/Schüsse von verschiedenen Positionen

Individuelles Torwarttraining:

  • Schussabwehrtraining aller potentiell möglichen Schüsse
  • Fuß, Fang - und Fausttechnik
  • Reaktionstraining
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The Ball Launcher – Der Maximus aus Essex

The World’s premier Football Launcher

Wer den gängigen Fußballkanälen im Netz folgt, der ist dem Ball Launcher aus Essex in Südengland mit Sicherheit schon begegnet. Etwa in dem Video der »F2Freestylers«, in dem die beiden mit Hilfe der Ballmaschine reihenweise Bälle mit ihrem ähm... ihrer Hüfte in den Torwinkel ballern. Auch die »Freekickerz« testeten ihre Skills bereits damit. Aber auch »echte« Profis, unter anderem Manchester City, Tottenham, Arsenal und Chelsea trainieren mit dem Gerät regelmäßig, das sich – zur heimischen Premier League passend – »The World’s premier Football Launcher« nennt.

Modernes Design

Und tatsächlich sprechen viele Faktoren dafür. Zunächst einmal macht das Gerät optisch einiges her: Als erstes fällt einem das knallig orangene Gehäuse auf, das an einen Stormtrooper Helm erinnert. Ansonsten ist das Design sehr schlank, modern und funktional gehalten. Es wiegt nur 42 kg und ist in weniger als zwei Minuten aufgebaut und einsatzbereit und genauso leicht wieder zu verstauen.

Die Ausstattung

Das Gerät ist in Bezug auf Ballrotation und Schussgeschwindigkeit komplett ausgestattet: Nahezu jeder Spin ist möglich, Diagonalbälle, angeschnittene Bälle, Bananen-Flanken und Flatterbälle in einer Geschwindigkeit zwischen ca. 10 - 125 km/h. Ein kleiner Nachteil ist, dass jeder Ball einzeln in die Maschine gesteckt werden muss. Automatisierte Trainingsserien sind also nicht möglich. Praktisch ist aber, dass der Ball Launcher mit den Ballgrößen 3, 4 und 5 funktioniert, also in sämtlichen Teams zum Einsatz kommen kann. Und da der Preis auch relativ erschwinglich ist, ist ein Einsatz in semiprofessionellen Amateur- und Jugendfußball  auch realistisch. Ein aufgeladener Akku (im Lieferumfang dabei) garantiert bis zu vier Stunden Einsatzzeit, einer intensiven Trainingssession inklusive Ballroboter steht also nichts mehr im Weg.

Ball Launcher

Your players will get better quick

u.a. getestet von Tottenham Hotspur, Dwight Gaye and Rob Elliot (Newcastle United), F2Freestylers & The Freekickerz

Land: England

Gewicht: 42 kg

Größe: 85 x 47 x 63 cm

Pro und Contra:

+ für jedes Spiellevel geeignet, funktioniert mit den Ballgrößen 3,4,5
+ kompaktes und transportables Design
+ über 200 Bälle pro Stunde
– jeder Ball muss der Maschine individuell zugeführt werden

Preis: ab ca. 2.000 Euro
info©ball-laucher.comball-launcher.com

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Ball Training Machine- Dänisches Dynamit

Function over Form

Etwas sperriger und weniger »sexy« ist die Ball Training Machine. Beim ersten Anblick der Ballkanone denkt man eher an einen mobilen Geschirrspüler als an ein Trainingsgerät für Fußballer. Auch die Maße und das Gewicht scheinen eher unvorteilhaft, ein normaler Kofferraum reicht nicht für den Transport. Auf dem Platz allerdings ist das Schwergewicht überraschend wendig, da es mit einer Fernbedienung leicht steuerbar ist und vollautomatisch fährt.
Ob Torabschluss oder Pass: Wie der Ball Launcher kann auch die »BTM« praktisch alle Schüsse simulieren und dank einer Kalibrierungsfunktion sogar mit derselben Geschwindigkeit den exakt gleichen Punkt 30 mal nacheinander treffen. Das bekommt kein Freistoßschütze der Welt hin. Auch in Sachen Topspeed dürfte die Maschine vor den meisten Schützen liegen: Mit bis zu 150 km/h kann sie ca. 60m weit schießen.

Bequem bedienbar

Der größte Vorteil des Geräts ist, dass das Magazin bis zu 30 Bälle gleichzeitig halten kann und diese alle in Serie abgeschossen werden können. Der Trainer muss also nicht daneben stehen bleiben und sie ständig mit Bällen füttern, sondern kann sich direkt dem Training und den Spielern widmen. Einfach vor der Übung entspannt auf dem übersichtlichen Display jeden einzelnen Schuss vorprogrammieren (1. Ball: oben links, 2. Ball: unten rechts, 3. Ball: zentral mitte, usw.) und sich dann bequem mit der Fernbedienung zum Team stellen und Tipps geben. Die Maschine hinter der imaginären Freistoßmauer macht den Rest.
Die »BTM« lässt sich überhaupt sehr nutzerfreundlich in unterschiedlichen Sprachen bedienen. Eine Batterieladung hält ca. 1.000 Schuss, damit ist sie unter den Maschinen die »lauffreudigste«. In der Halle ist das Gerät etwas laut, draußen auf dem Spielfeld fällt das aber kaum ins Gewicht. Außerdem ist sie komplett wetterfest was fast selbstverständlich ist, schließlich kommt der Automat aus dem hohen Norden. Alle Geräte werden zu 100% in Dänemark hergestellt und direkt an die Kunden geschickt. Bisher wurden etwas mehr als 20 Geräte hergestellt und an überwiegend mindestens semi-professionelle Teams verkauft, da die »BTM« relativ teuer ist.

Ball Training Machine

The world's most advanced Ball Cannon - second to none

u.a. getestet von FC Nordsjælland, Fenerbahçe Istanbul

Land: Dänemark

Gewicht: ca. 200 kg

Größe: 100 x 110 x 130 cm

Preis: ab ca. 29.000 Euro

Pro und Contra:

+ eine Batterieladung hält bis zu 1.000 Schüsse
+ das Ballmagazin hält bis zu 30 Bällen
+ sehr gut zu bedienen
– sehr schwer und ziemlich teuer

balltrainingmachine.com

goal-station.com/collections/ball-training-machine

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Für jeden Geschmack etwas dabei

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Globus Eurogoal –Calcio Perfetto

Die Firma »Globus« aus Italien stellt die Ballmaschine »EuroGoal« her, die es in den Versionen »1500«, »1000« und »600« gibt. Die 1500er-Variante ist mit einer elektronische Kontrolleinheit ausgestattet, die es u.a. ermöglicht, die Schussgeschwindigkeit selbst bei einer hohen Schussfrequenz konstant zu halten. Auch kann man damit die am häufigsten genutzten Schusstechniken abspeichern, so dass der Trainer einfach und schnell zwischen unterschiedlichen Schussparametern umschalten kann. Bei der 1000er fehlt die Einheit bei gleicher Leistung, die 600er hat eine geringere Leistung. Die Schussgeschwindigkeit liegt zwischen 120-140 km/h, die Distanz bei ca. 60, 80 bzw. 100 m. Preislich liegt die 1500er bei ca. 6.500 €.

Strike Attack - Die Alles-Könner

»SportsAttack« aus den USA ist ein Maschinen-Allrounder, u.a. stellen sie auch Ballmaschinen für Baseball, Volleyball, Football, Rugby, Cricket und für Fußball her. Der »Strike Attack« kann einen Fußball auf ca. 120 km/h beschleunigen, der Akku hält ca. 4 Stunden. Wem das zu kurz ist baut auf die strombetriebene Variante, die mit 3.200 € auch etwa 350 Euro weniger kostet.

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G1 Ballschooter - Der "Oranje Kescher"

Aus den Niederlanden aus dem Hause »Lobta« kommt der »G1 Ballshooter« – natürlich in »oranje« gehalten. Das Besondere daran ist, dass neben der Ballzufuhr per Rutsche auch ein großes kescherartiges Netz installierbar ist. So können sich Torwarte quasi selbst die Bälle zuwerfen. Scheinbar sitzen die Entwickler gerade an einer Variante mit integriertem Kontrolldisplay, zumindest gibt es ein aufwändig animiertes Video mit diesem Feature. Kosten sind mit über 10.000 Euro jedoch recht üppig. Wer nicht akut überlegt, sich eine Maschine zuzulegen, sollte den G1 im Auge behalten.

Fazit

Alle Ballshooter bringen eurem Training mit Sicherheit zusätzliche Möglichkeiten. Jedes weitere Gimmick wie Serienausführungen oder Steuerung per Fernbedienung kosten ordentlich extra. Bei der Entscheidung, welcher Shooter für dein Team der richtige ist, spielt also der finanzielle Rahmen die wichtigste Rolle.

Ist euch etwas aufgefallen? Genau! Ausgerechnet aus dem Ingenieurs- und Technikland Deutschland kommt kein einzgier Hersteller. Umso wichtiger ist es, die möglichen Lieferkosten in die Kalkulation mit einzubeziehen. Ein Tipp: Kein Anbieter ist bisher auf dem deutschen Markt so etabliert, dass er potentielle Kunden ablehnen kann. Versucht also zu handeln! Wir sind gespannt, welcher Shooter sich auf den hiesigen Plätzen durchsetzen wird. Wir bleiben dran!

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