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Arne Maier: Berlins Zukunft

28.04.2020

Erfolgsdruck ist der Berliner Junge gewohnt, gilt er doch bei vielen Hertha-Fans als die Zukunft und das neue Gesicht des Vereins. Der 21-jährige Mittelfeldspieler ist durch alle Nachwuchsteams des Vereins marschiert und dabei vielfach ausgezeichnet worden. Seit zwei Jahren mischt er nun bei den Profis mit und versucht dort, den hohen Erwartungen gerecht zu werden. Wir sprachen mit Arne Maier über seine ersten Profi-Jahre, seine Vorbilder und seine Tipps für Nachwuchsspieler.

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Facts zu Arne Maier:

  • Geboren: 08. Januar 1999 / Ludwigsfelde
  • Größe: 186 cm
  • Gewicht: 79 kg
  • Position: Defensives Mittelfeld
  • Fuß: Rechts
  • Aktueler Verein: seit 2008 Hertha BSC 50 Spiele (0 Tore)
  • Länderspiele (U21): 8 (1)
  • Schuh: PUMA FUTURE 5.1
  • Instagram:@arnemaier
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Von Nahem betrachtet sieht man, wie jung dieser Arne Maier eigentlich noch ist. Doch das jugendliche Gesicht unter dem stoppeligen Dreitagebart sollte nicht darüber hinwegtäuschen, dass Maier in seiner Karriere schon einiges miterlebt hat.

Ein stürmisches Jahr

Hertha BSC geht im Frühjahr 2020 durch eine stürmische Umbruchzeit. Mit neuem Investor und Jürgen Klinsmann zunächst in beratender Funktion im Aufsichtsrat und dann – kurzfristig, wie sich herausstellen sollte – auch auf der Trainerbank, sollte der Hauptstadtklub ordentlich aufgemöbelt werden. Da wurden alle bestehenden Sicherheiten in Frage gestellt, und sogar einer wie Maier konnte sich seiner Zukunft bei seinem Heimatverein nicht mehr sicher sein. Hinter dem Mittelfeldstrategen liegt ohnehin ein etwas schwieriges Jahr, denn Verletzungen warfen ihn immer wieder zurück, auch in der Winterpause konnte er nicht wie erhofft mittrainieren. Doch pünktlich zum Saisonendspurt ist Maier wieder fit und bereit, seine Rolle in einer Mannschaft anzunehmen, die momentan – und nach Klinsmanns plötzlichen Abgang noch einmal mehr – ein wenig nach der eigenen Position im Gefüge der Bundesliga sucht. Die Ambitionen sind immer da in der Metropole, doch in den vergangenen Jahren konnte das Team dem kaum gerecht werden.

Platz elf und zehn in den letzten beiden Saisons waren deutlich jenseits der europäischen Zielsetzung, die sich der Verein eigentlich gesetzt hat. Dort will auch Maier hin, nach oben auf internationales Niveau. Wie sich das anfühlt, kennt er aus den U-Nationalteams. Bei der U-21 Europameisterschaft im vergangenen Sommer in Italien und San Marino kam er mit dem Team bis ins Finale. Dort musste er dann von außen mit ansehen, wie sich Spanien mit einem knappen 2:1 den Titel sichern konnte. Das macht einen ehrgeizigen Spieler natürlich hungrig auf mehr.

Rasanter Aufstieg in der Hertha

Maier ist in Ludwigsfelde aufgewachsen, im ruhigen Gürtel elf Kilometer südlich von Berlin. Doch der Ort und die fußballerischen Möglichkeiten des Jungen passten schnell nicht mehr zusammen. Schon als Achtjähriger wechselte er vom Ludwigsfelder FC zum Konkurrenten aus der Großstadt. Von da ab durchlief er konsequent alle Jugendteams der Hertha, mit vierzehn wurde er vom DFB eingeladen und war seitdem Teil jeder U-Nationalmannschaft. Was für einen Stellenwert er dort hat, zeigte sich auch, als er die U-19 als Kapitän aufs Feld führen durfte. Klar, dass sein langfristiges Ziel die A-Nationalmannschaft ist, auch wenn die EM in diesem Jahr noch zu früh kommt.

Interview mit dem Nachwuchsstar

Was bedeutet Berlin und der Verein für dich als Berliner Junge?

Für mich ist Hertha der Verein, der für die Stadt steht. Für viele Leute wäre es schön, wenn Hertha weiter oben um die europäischen Plätze mitspielt. Dann kann sich hier in dem Verein und in der Stadt richtig viel entwickeln. Hertha ist für mich einfach Berlin.

Du bist in deinem dritten Jahr als Profi. Wie ist deine persönliche Bilanz für deine ersten Bundesliga-Jahre?

Das erste Jahr war sehr, sehr gut. Jetzt haben mich ein paar Schwierigkeiten etwas zurück geworfen. Ich war über einen längeren Zeitraum verletzt. Das gehört im Fußball natürlich dazu, aber dann ist es immer erstmal die Herausforderung, wieder heranzukommen. Nachdem ich lange Zeit immer wieder Probleme mit meinem Knie hatte, macht mein Körper jetzt wieder zu hundert Prozent mit. Das Knie ist jetzt wieder verheilt und ich konnte Ende Januar auch schon wieder spielen.

Apropos Verletzungen, wie gehst du mit Rückschlägen um?

Mental ist es natürlich immer erstmal schwer, wenn man verletzt ist und nicht spielen kann. Für mich sind dann meine Familie, meine Freunde und meine Freundin besonders wichtig. Die helfen mir in diesen Momenten. Direkt nach der Verletzung war ich sauer, dass mir das passiert ist. Aber durch eine Verletzung wird einem besonders bewusst gemacht, dass man auf seinen Körper achten muss. Mir ist dadurch noch einmal klar geworden, wie wichtig Regeneration für die Gesundheit ist.

Was hilft dir sonst beim Runterkommen im stressigen Profi-Alltag?

Vor allem geht es für mich dann darum, Zeit mit meiner Familie und meiner Freundin zu verbringen. Wir gehen gerne zusammen essen, sind aber auch einfach viel zu Hause, auf der Couch, spielen vielleicht auch mal was. Hauptsache ganz entspannt.

Spielt Musik für dich eine Rolle zum Abschalten oder Motivieren?

In der Kabine läuft bei uns meistens Hip-Hop. Auch Deutschrap. Zum Beispiel Eno hör ich gerne, auch Travis Scott finde ich sehr cool.

Der Nachwuchsjahrgang 1999

Mit seinen Jungs gewann er 2018 die A-Junioren Meisterschaft, im Finale gegen Schalke erzielte er den Treffer zum 3:1 Endstand. Es war das erste Mal überhaupt, dass sich die Hertha diesen Titel sichern konnte. Spätestens da wurde man auch deutschlandweit auf den ungewöhnlichen Jahrgang aufmerksam. Und damit auch auf Maiers Talent. Doch er ging den Weg bei seinem Ausbildungsverein weiter und machte auch seine ersten Profischritte an der Spree. Andere Mitspieler schafften den Sprung bisher nicht oder versuchten ihr Glück bei anderen Vereinen. Die »Neununneunziger« aber bleiben weiterhin eng verbunden, erzählt Maier. Mit seinen Jungs gewann er 2018 die A-Junioren Meisterschaft, im Finale gegen Schalke erzielte er den Treffer zum 3:1 Endstand. Es war das erste Mal überhaupt, dass sich die Hertha diesen Titel sichern konnte. Spätestens da wurde man auch deutschlandweit auf den ungewöhnlichen Jahrgang aufmerksam. Und damit auch auf Maiers Talent. Doch er ging den Weg bei seinem Ausbildungsverein weiter und machte auch seine ersten Profischritte an der Spree. Andere Mitspieler schafften den Sprung bisher nicht oder versuchten ihr Glück bei anderen Vereinen. Die »Neununneunziger« aber bleiben weiterhin eng verbunden, erzählt Maier.

Was hat euren 99er Jahrgang eigentlich so besonders gemacht?

Der Großteil der Mannschaft kannte sich seit der U9 oder U10. Wenn man sieben Jahre mit der gleichen Truppe spielt, entwickelt sich einfach ein Teamgeist, eine Teamchemie. Da hat einfach alles gepasst. Vor zwei Jahren sind wir Deutscher Meister geworden und haben den Mercedes Benz Cup gewonnen. Wir haben alle wichtigen Titel geholt, weil wir einfach eine gute Einheit waren.

Bist du mit vielen von den Jungs heute immer noch in Kontakt?

Ja, eigentlich hab ich mit allen weiterhin engen Kontakt. Sei es mit Florian Baak, Florian Krebs, der jetzt in Chemnitz spielt oder Nikos Zografakis, der inzwischen in Stuttgart ist. Auch mit Panzu Ernesto oder unserem Keeper Dennis Smarsch ist der Kontakt eng geblieben. Wir machen immer noch viel gemeinsam, tauschen uns aus oder gehen zusammen essen.

Gab es nach deinem Sprung zu den Profis Spieler, die dir besonders geholfen haben?

Ich denke, wenn du hoch kommst, gibt es viele Spieler, die du dir als Vorbild nehmen kannst. Für mich war das zum Beispiel Fabian Lustenberger, der auf meiner Position gespielt hat. Genauso, wie auch Per Skjelbred. Ich habe mir einfach immer die Leute ausgesucht und angeschaut, die auf meiner Position spielen, um von ihnen zu lernen. Aber natürlich sind auch Vedad Ibišević mit seiner internationalen Klasse oder Salomon Kalou, der schon die Champions League gewonnen hat, Vorbilder für mich. Lustenberger saß übrigens auch in der Kabine damals neben mir, deshalb hab ich am Anfang sehr viel mit ihm geredet. Wir pflegen bis heute einen guten Kontakt, obwohl er mittlerweile in der Schweiz spielt.

Hast du dir am Anfang auch im Training viel abgucken können?

Klar hab ich auch auf die anderen Profis geachtet. Allerdings sind dafür auch unsere Fitnesstrainer zuständig, die uns in dieser Hinsicht weiterentwickeln. Die Spieler haben es ja auch von jemandem gelernt und die Fitness- und Athletikcoaches sind schon sehr gut aufgestellt.

Wo auf dem Platz würdest du dich selbst am ehesten aufstellen?

Auf der Acht fühle ich mich ganz klar am wohlsten. Da bist du an der Schnittstelle zwischen Defensive und Offensive, kannst das Spiel mit aufbauen und gestalten.

Dort ist die Konkurrenz aber auch besonders groß. Wer ist denn eigentlich dein Vorbild auf deiner Position?

Gerade auf meiner Position gibt es viele Topspieler. Luka Modrić oder auch Toni Kroos zum Beispiel. Und natürlich Thiago bei den Bayern. Auch Kanté vom FC Chelsea finde ich sehr stark.

Gibt es noch weitere Fußballstars, die du gerne einmal treffen würdest?

Ja, da gibt es auf internationalem Toplevel auf jeden Fall ein paar Spieler, denen ich gerne mal begegnen würde. Mit Luis Suárez oder Antoine Griezmann zum Beispiel würde ich mich gerne mal unterhalten

Hast du auch Vorbilder aus anderen Sportarten

Ich finde zum Beispiel Lewis Hamilton beeindruckend. Der ist sechsmal Weltmeister geworden. Und das obwohl nach Michael Schumacher gesagt wurde, dass das nie wieder ein Rennfahrer schafft. Damit ist er ein Vorbild für ganz viele Menschen. Ihn zu treffen fände ich sehr spannend.

Neues Familien-Mitglied Puma

Der Puma Future 5.1

Erst vor kurzem wechselte Berlins Toptalent Arne Maier den Ausrüster. Bei PUMA schlüpft der Herthaner in den neuen Future. Das Modell 5.1. wird in verschiedenen Konfigurationen angeboten und leuchtet zurzeit gelb, bevor im Mai ein neues Farb-Update kommt. Der Schuh hat durch ein sehr elastisches Obermaterial und integrierter Netfit-Technologie eine sehr gute Passform. Dabei reagiert der Future fein auf Bewegungen des Fußes. Die flexible Schnürung lässt eine individuelle Feinjustierung des Schuhs für jeden Spieler zu.

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Ich trage den Schuh sehr gerne, gerade für technisch versierte Spieler ist er perfekt geeignet. Er gefällt mir optisch sehr gut – auch wenn die aktuellen Farben schwarz-gelb sind ;-). Aber wichtiger ist, dass er sich optimal an meinen Fuß anpasst.

Arne Maier

Du bist selbst inzwischen ein Vorbild für den Hertha-Nachwuchs. Was sind deine Tipps für junge Spieler, die den Sprung nach ganz oben schaffen wollen?

Das Wichtigste ist auf jeden Fall die Selbstdisziplin. Irgendwann fängt ja auch die Zeit mit den Partys und dem Ausgehen an. Da ist Disziplin sehr, sehr wichtig. Bei vielen spielt dann auch der Alkohol eine Rolle. Man muss sich dann einfach entscheiden, ob man feiern will, oder erfolgreich Fußball spielen möchte. Wenn einem der Sport richtig Spaß macht, muss man dran bleiben, Gas geben und weiter machen. Dann wird das irgendwann auch belohnt. Geh lieber einmal nicht in den Club feiern, sondern bleib zuhause und schlaf, damit du am nächsten Tag ausgeruht ins Spiel gehen kannst. Für mich hat sich das nie wie Verzicht angefühlt. Ich bin ja ziemlich früh zur Hertha und hab dort dann neue Freunde getroffen, die den gleichen Weg absolviert haben. Wir sind zusammen zum Mannschaftstraining und auf die Sportschule gegangen. Ich hatte deshalb nie das Gefühl, dass ich auf etwas verzichten musste.

Die Belohnung dafür sind nun deine ersten Schritte im Profifußball. Hast du für deine weitere Karriere eine konkrete Zukunftsplanung?

Ich bin noch ein sehr junger Spieler und mein Vertrag bei Hertha geht bis 2022. Ich will hier erstmal von Spiel zu Spiel denken und meine Erfahrungen sammeln. Es ist aber schon wahrscheinlich, dass ich nicht mein Leben lang bei Hertha bleiben will. Perspektivisch kann ich mir schon irgendwann vorstellen, zu einem internationalen Top-Club zu wechseln. Die englische Liga hat mich zum Beispiel schon immer sehr fasziniert.

Du bist durch alle DFB-Nachwuchsteams marschiert. Gibt es für dich einen Zeitplan in Sachen Nationalmannschaft?

Ich hoffe, das entwickelt sich. Ich war jetzt verletzungsbedingt lange draußen. Mein Ziel bleibt es natürlich, langfristig Nationalspieler zu werden. Mein nächstes persönliches Ziel ist deshalb Olympia im Sommer. Ich hoffe, dass wir uns mit der U21 für Tokio qualifizieren können. Die A-Nationalmannschaft bleibt natürlich ein großer Traum. Ich denke, dass ist für jeden Jungen so, der auf diesem Niveau Fußball spielt.

Wie schätzt du denn die Chancen der Nationalmannschaft bei der Europameisterschaft ein?

Bei der EM würde ich mir wünschen, dass Deutschland den Titel holt! Das ist ja logisch. Die Gruppe ist natürlich schon ziemlich schwer, Frankreich darf man auf keinen Fall unterschätzen. Aber trotzdem glaube ich, dass die Deutschen das Turnier gewinnen können.

Die EM mag noch nicht das Nahziel für ihn sein, doch auch die Saison mit der Hertha bietet ausreichend Gelegenheit, sich durch alle möglichen Herausforderungen des Profifußballs zu navigieren. Und es sieht ganz so aus, als wäre Arne Maier den Anforderungen gewachsen.

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