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Daunenwesten

Daunenwesten bei SPORT 2000

Eine Daunenweste ist mehr als eine „halbe“ Daunenjacke. Eine Daunenweste ist ein Ganzjahresprodukt Deiner Trekkingausrüstung. Im Sommer hat man sie als klein zu verpackende Wärmeisolation dabei und kann sie an kühlen Abenden oder nach anstrengenden Tagen, wenn man etwas mehr Wärme benötigt aus dem Rucksack holen. In der Übergangszeit reicht sie als 2. Lage über einem Langarmshirt oder Hemd und im Winter steigert sie nochmals die Isolationsleistung. 

Der Vorteil der Daunenwesten: Sie bringen dort Wärmeisolation, wo sie benötigt wird, nämlich am Torso. Prima auch der Einsatz im Lagensystem, denn mehrere Lagen an den Ärmeln sperren häufig und schränken die Bewegungsfreiheit ein. Bei einer Daunenweste besteht diese Gefahr nicht.

Um möglichst flexibel in der Handhabung zu bleiben, haben Daunenwesten meistens einen durchgehenden Reißverschluss. So krieg man sie einfach an und aus, kann sie besser belüften – indem man sie einfach weiter öffnet, als wenn es sich um einen Daunenpullunder handelt. Ein weiteres wichtiges Detail ist ein etwas höherer Stehkragen. Hoch geschlossen schützt und wärmt es den Hals. Damit der Reißverschluss nicht am Hals kratzt, bei Metallreißverschlüssen unangenehm kalt werden kann oder sich bei Männern eventuell in einem Bart verfängt, hat der
Reißverschluss am oberen Ende eine Art Schiebergarage. 

Seltener an Daunenjacken, aber ein Funktionsdetail, ist ein Zug am Ärmelansatz. Dieser hat den Vorteil, dass man die Öffnung um den Arm zuziehen kann und Wärme in der Weste zu halten. Gut dabei wäre, wenn der Zug etwas nach innen versetzt ist, so dass man diesen nicht sehen kann und die Daunenweste ihre modische Optik erhält und auch im Alltag gerne getragen wird. Auch am Bundabschluss sollte ein elastischer Gummizug integriert sein. 

Zwei Schubtaschen um die Hände zu wärmen sollte auch Standard sein. Ob man eine zusätzliche Brusttasche oder Innentasche möchte, ist hingegen eher subjektiv. Das Marktangebot ist aber so groß, dass man sicher Daunenwesten mehr vielen Taschen auch findet, wenn man danach sucht. 

Bei Daunenwesten gelten die gleichen Daunenqualitätsmerkmalen wie bei Jacken. Die Daune sollte entsprechend einem Tierwohlstandard „gewachsen und geerntet“ worden sein. Das bedeutet, dass die Tiere nicht zwangsgefüttert wurden für eine Fettleber und, dass die Daune kein Lebendrupf ist. Verlässliche Standards sind 1. der Responsible Down Standard (RDS), ein übergeordnetes Label, 2. der Down Codex des internationalen Daunen- und Federverbandes (IDFL) oder 3. Der Down Promise von Fjällräven. Letztere wird sogar von der Tierschutzorganisation Vier Pfoten als transparent und umfassend gelobt – was bei firmeneigenen Standards eher ungewöhnlich ist.  

Auch bei der Daunenqualität gelten die Ansprüche guter Daunenjacken. Die Daune sollte eine möglichst genaue Füllqualitätsdeklarierung haben, also Angaben zum Tier (Enten oder Gänsedaunen), zum Füllgewicht, dem Daunenmischverhältnis (z.B. 70/30er oder 80/20er Daune, das heißt, dass 70 bzw. 80% der Füllung nach Gewichtsprozenten Daunen und nur 30 respektive 20% fedrige Daune oder Kleinfedern sind) und zur Bauschkraft. Die Bauschcraft wird dabei in Cuin (Kubikinches) angegeben und sagt aus, auf welches Volumen sich die Daune wieder ausdehnt nachdem sie komprimiert wurde. Je mehr Volumen, desto mehr Luft kann die Daune speichern, desto besser isoliert sie. 

Cuin von 600-650 sind gut, ab 700 Cuin sehr gut, ab einem Fillpower von 800 Cuin handelt es sich um eine Spitzendaune. 

Daunenwesten können auch wie Daunenjacke gewaschen werden. Dazu nutzt man ein spezielles Daunenwaschmittel, das nicht nur die Daunen reinigt, sondern sie wieder neu aufplustern und kräftigen. Daunen können ganz normal in der Waschmaschine bei maximal 40°C gewaschen werden. Aufwendig ist der Trocknungsprozess, weil hier verhindert werden muss, dass sich die Daunen verklumpen. Idealweise steckt man die Daunenweste in einen Wäschetrockner und lässt sich bei mittlerer Temperatur und viel Bewegung trocknen. Man kann in die Trommel auch Tennisbälle hinzugeben, die die Daunen in der Bewegung zusätzlich aufschlagen. 

Daunenprodukte bieten weiterhin das beste Wärmeisolations-/ Gewichstverhältnis. Wem die Daunenpflege zu aufwendig ist, kann zu pflegeleichten synthetischen Bauschfasern greifen oder zu einer Fleeceweste. 

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