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Safety First - die richtige Schutzausrüstung beim Skifahren

13.1.2022
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Egal ob Anprobe, klarer Durchblick oder Materialpflege - bei der persönlichen Schutzausrüstung gilt es einiges zu beachten. 

Moderne Materialien und innovative Produkte schützen dich und deinen Körper beim Sport. Dabei ist es sehr wichtig, dass diese Schutzausrüstung auch richtig passt und vor allem auch richtig getestet ist. Denn auch der beste Helm nutzt nichts, wenn man ihn nicht richtig schließt oder er nicht auf deinen Kopf passt. Ich habe mich zu diesem Thema mit Frank Wittmann, Produktspezialist bei TÜV SÜD, unterhalten. Hier möchte ich mein neu gewonnenes Wissen zum Thema Schutzausrüstung mit dir teilen! 


Prüfverfahren für Schutzausrüstung
 

Helm, Skibrille, Protektor und Co. müssen vor dem Einsatz auf Herz und Nieren geprüft werden. Was dabei genau unter die Lupe genommen wird, habe ich beim Experten natürlich nachgefragt. Bei all diesen Produkten steht die Schutzwirkung an oberster Stelle. 
Helme und Protektoren werden auf ihre stoßdämpfenden Eigenschaften, Brillen hingegen auf optischen Eigenschaften und den UV-Schutz geprüft. 

Für den europäischen Markt müssen Helme und Protektoren geprüft und mit der CE-Kennzeichnung versehen sein. Auch Brillen müssen die Normanforderungen erfüllen und mit „CE“ gekennzeichnet sein. 


Neueste Entwicklungen in punkto Sicherheit
 

Normanforderungen sind Mindestanforderungen, die ein ausreichendes Maß an Schutz darstellen. Einige Produkte bieten mehr Sicherheit als die Norm fordert - etwa dann, wenn Helme einen größeren Bereich am Kopf abdecken, oder die stoßdämpfenden Eigenschaften besser sind, als die Normanforderung. Gleiches gilt auch für Protektoren. Für den Verbraucher ist dies praktisch nicht zu erkennen. Viele Informationen findest du bei den einschlägigen Vergleichstests. Doch möchtest du von einem Experten direkt beraten werden, kann ich dir den Gang zum Fachhändler nur wärmstens ans Herz legen. 

Es werden immer mehr leichte und gewichtsoptimierte Helme und Protektoren angeboten. Sie erfüllen die Normanforderungen für Schutzausrüstung und sind somit auch sicher. Bei körperlicher Anstrengung über einen längeren Zeitraum wäre sicher ein leichteres Produkt zu bevorzugen. So kannst du der Ermüdung vorbeugen. Bei einer kurzen Belastungsdauer spielt das Gewicht eher eine untergeordnete Rolle. 

In den letzten Jahren gibt es bei Skibrillen phototrope Sichtscheiben, die sich automatisch den Lichtverhältnissen anpassen. Ferner gibt es mittlerweile Systeme, die den Sichtscheibenwechsel sehr einfach machen. Indes haben bei den Protektoren die Soft-Varianten den größeren Zuspruch. Die Helmentwicklung der letzten Jahre hatte vor allem die Helme mit Klappvisier im Fokus. Gut, besonders für Brillenträger, die mit einer konventionellen Skibrille nicht glücklich sind. 

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Was muss ich beim Kauf von Schutzausrüstung fürs Skifahren beachten?
 

Die Passform spielt bei Helmen eine ganz wichtige Rolle. Ein Helm muss möglichst eng anliegen, darf aber trotzdem nicht drücken. Um das passende Modell für sich zu finden, kann man im gut sortierten Fachhandel verschiedene Größen und Modelle ausprobieren. Zusammen mit dem Helm kann man außerdem auch gleich seine alte oder eine neue Skibrille anprobieren. Die Brille sollte möglichst genau in den Helmausschnitt passen, um Zugluft und Geräuschentwicklung beim Skifahren zu vermeiden. Dabei sollte sie natürlich nicht auf den Nasenrücken drücken oder das Sichtfeld einschränken. 

Bei Protektoren ist neben der Passform die Größe des Schutzbereichs wichtig. Sofern die Bewegungsfreiheit und der feste Sitz nicht eingeschränkt sind, kann man hier zu Modellen mit längerem und breiterem Schutzbereich greifen. Auch hier ist es sinnvoll die Beweglichkeit mit dem Protektor unter der Skikleidung vor Ort im Shop zu testen. 
Es gibt zwei unterschiedliche Formen von Protektoren: erstens die Soft-Protektoren. Sie sind meist recht anschmiegsam, stören nicht unter der Skibekleidung und sind auch bei sehr kalten Verhältnissen angenehm warm. Zweitens gibt es Hard-protektoren. Diese sind oft etwas besser belüftet - gut also bei sportlicher Anstrengung oder warmer Witterung. Letztlich muss jeder selbst entscheiden, was für ihn oder sie am besten ist. Auch hier gilt: Anprobieren und vergleichen! 

Vor allem bei Kindern solltest du beim Kauf von Schutzausrüstung auf ein paar Punkte Rücksicht nehmen. Unbequeme oder "uncoole" PSA (persönliche Schutzausrüstung) mindert die Akzeptanz und den Spaß beim Sport. Du solltest die Kinder beim Kauf mitentscheiden lassen und ihr als Eltern solltet nichtsdestotrotz mit gutem Beispiel vorangehen und selbst Schutzausrüstung tragen. 

Die Anprobe ist sowohl bei Protektoren, Helmen als auch bei Brillen enorm wichtig. Beim Händler vor Ort kannst du genau das alles zusammen ausprobieren und hast überdies hinaus noch einen Experten zur Seite, der dir bei der Auswahl hilft. 


Helm und Protektoren: Wann muss ich meine Schutzausrüstung austauschen?
 

Falls du einmal heftig gestürzt bist, musst du deinen Helm dringend austauschen. So steht es meist in der Bedienungsanleitung des Herstellers. Helme können nur einen heftigen Schlag gut abfedern. Bei einem zweiten Aufschlag steht nur noch ein Bruchteil der ursprünglichen Schutzwirkung zur Verfügung. Gerade weil Helme auch nach einem Sturz oft noch gut aussehen und man Schäden meist nicht erkennen kann, werden Helme noch lange getragen, obwohl sie die ursprüngliche Schutzwirkung gar nicht mehr haben. Manche Hersteller bieten ein günstiges Austauschangebot für den alten Helm an. 

Du solltest deine Schutzausrüstung dennoch regelmäßig überprüfen. Üblicherweise Helme oder Protektoren nach ca. 3 bis 6 Jahren gegen neue auszutauschen. In jedem Fall sind die Herstellerangaben zur Alterung in der Bedienungsanleitung einzuhalten. Bei häufigem und regelmäßigem Gebrauch sollten die Herstellerangaben keinesfalls überschritten werden. 

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Sportbrille, Skibrille oder doch lieber ein Visierhelm?
 

Die Sportbrille in Kombination mit dem Helm hat Vor- und Nachteile. An warmen Tagen oder Verhältnissen mit guter Sicht kann eine Bügelbrille angenehm sein und für gute Belüftung sorgen. Sollte der Falle der Fälle eintreten und du stürzt, ist Sportbrille eher ungünstig. Jedoch kann man die Sportbrille nicht zur Schutzausrüstung zählen. Bei Schneefall und schlechten Sichtverhältnissen hingegen ist eine Skibrille die bessere Wahl. Eine Skibrille, die gut zum Helmausschnitt passt, kann außerdem Zugluft und Fahrgeräusche mindern. Bei einem Sturz gibt sie dir auch einen zusätzlichen Schutz. Lästiger Schnee, der sich auf der Innenseite der Skibrille absetzt, gehört mit einer passenden Skibrille der Vergangenheit an. 

Es gibt spezielle Skibrillen für Brillenträger, welche ausreichend Platz für medizinische Brillen bieten. Auch hier gilt: Ausprobieren! Auch ein Visierhelm kann eine gute Alternative darstellen. 

Derzeit gibt es für Skihelme mit Visier keine speziellen normativen Anforderungen. Grundsätzlich gilt aber, dass die Sicherheit nicht beeinträchtigt werden darf. TÜV SÜD prüft daher auch bei Visieren nach Anforderungen, ähnlich wie sie auch bei einer Skibrille gelten. 

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Woran erkenne ich eine gute Schutzausrüstung?
 

Das GS-Zeichen oder TÜV SÜD Zeichen zeigen dir, ob ein Produkt ist. Zudem sagt es dir, ob es zertifiziert ist und auch die Herstellung des Produkts begutachtet wurde. Ansonsten kannst du dich anhand von vergleichenden Tests in Magazinen informieren.  


Sicher ist sicher 
 

Klick dich durch und sehe hier nochmal auf einen Blick die wichtigsten Punkte für deine Schutzausrüstung und einen sicheren und schönen Tag in den Bergen! 

Helme

  • Helme müssen nach einem heftigen Sturz ersetzt werden  
  • Lass deinen Helm nach einem Aufprall im Fachgeschäft auf Schäden überprüfen  
  • Kalte Temperaturen und Sonne belasten das Material – Tausche deinen Helm nach 5 Jahren aus 
  • ein passender Helm ist unerlässlich 
  • Teste im Fachgeschäft die unterschiedlichen Modelle verschiedener Hersteller 
  • Probiere auch gleich, ob deine Skibrille dazu passt 
  • Tipps für den perfekten Sitz: bei offenem Kinnriemen sitzt der Helm fest, drückt nicht und wackelt weder nach vorne noch zu Seite 
  • Lass den Helm einige Minuten an, damit er sich an den Kopf anschmiegen kann 


Scheibe (Brillenglas)

  • ein großes Sichtfeld verbessert den Blick zu Seite und hilft, Unfälle zu vermeiden 
  • Doppelscheiben, Antifog-Beschichtung und ein Belüftungssystem verhindern das Beschlagen  
  • sphärische Scheiben sind horizontal und vertikal gebogen und verhindert Verzerrungen und entlasten das Auge 
  • Verspiegelte und polarisierte Scheiben verringern die Reflexionswirkung von Eis und Schnee 
  • fotochrome Scheiben passen sich den Lichtbedingungen an  
  • Scheibenwechselsysteme ermöglichen es, mit wenigen Handgriffen auf wechselnde Lichtverhältnisse zu reagieren 


UV-und Blendschutz

  • UV-Schutz ist nur gewährleistet, wenn die Scheiben nach CE-Norm UV-400 zertifiziert sind 
  • Es gibt unterschiedlichen Blendschutz – Schutzstufe 1 für bedeckte Tage, Stufe 2 für normale Sommertage, Stufe 3 für Berge und Schnee und Stufe 4 für Hochgebirge und Gletscher 


Protektor

  • Es gibt Protektorenwesten oder Protektoren, die mit Bauch- und Schultergurt am Oberkörper befestigt werden 
  • Ein reiner Rückenprotektor eignet sich besser für sportliche Fahrer, Skitrouengeher und alle, die schnell schwitzen  
  • Skifahrer die leicht frieren wählen lieber eine Weste mit integriertem Protektor 
  • Protektorenwesten sollten gut zu waschen sein 

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