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In unserem Blog findest du Tipps und Inspirationen unterschiedlichster Themen und Sportarten. Viel Spaß beim Stöbern und Lesen.

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Dehnübungen für Läufer:innen

Unter Läuferinnen und Läufern wird kaum ein Thema kontroverser diskutiert als das Dehnen: Ist Dehnen überhaupt sinnvoll? Und wenn ja, wann? Vor oder nach dem Laufen? Oder sogar zwischendurch? Unmittelbar danach - oder nach einer Pause. Oder gar als eigene Dehn-Einheit? 
Eine für alle gleiche Antwort gibt es nicht. Auch die Wissenschaft tut sich schwer: Studien, die belegen, dass wir
Stretching
brauchen, dass Dehnen die Leistungsfähigkeit erhöht oder Verletzungen vorbeugt, gibt es nicht. Dennoch gehört das Dehnen fast immer zum Lauftraining. Mit korrekt ausgeführtem Dehnen macht man kaum etwas falsch. 
Und Dehnen tut einfach gut, weil immer gleiche, monotone Bewegungsabläufe oft zu Muskelverspannungen oder zu Muskelverkürzungen führen. Das fühlt sich dann so an, als ob irgendwas klemmt. „Muskuläre Dysbalancen“ heißt das bei Physiotherapeuten, Ärzten und Trainern. Laufen ist so ein immer gleicher Bewegungsablauf: Es trainiert die Skelettmuskulatur einseitig.
Und dem kann man mit Dehnen entgegenwirken. Im Alltag und im Sport: So wie man am Schreibtisch dann Nacken oder Schultern streckt, dehnen sich Läuferinnen und Läufer. Machen ja auch Katzen und Hunden nach dem Aufstehen. Muskeln, Sehnen und Gelenke fühlen sich nach einer guten Stretching-Einheit besser an. Geschmeidiger, beweglicher und belastbarer.
Doch die potenziell positiven Wirkungen des Dehnens treten längst nicht bei allen und in allen Situationen ein. Es lassen sich daraus keine allgemeingültigen Regeln ableiten, wer wann wo und wie, wie oft und wie intensiv dehnen soll. Aber eins ist klar: Vermeiden solltest du ruckartiges, reißendes Dehnen – oder zu lange, zu tief in der Dehnung zu verharren. Denn damit kann man sich sogar beim Dehnen verletzen.
Die Grundregel lautet: Ein dosierbares Ziehen zu spüren, ist gut - aber echten Schmerz, egal ob Stechen oder Brennen, gilt es zu vermeiden. Optimal ist es, wenn du dehnst, bis du ein leichtes Ziehen im Muskel spürst. Dann hältst du die Position für 30 bis 45 Sekunden. Der Fachbegriff dafür ist „statisches Dehnen“.-Nach einer kurzen Entspannung dehnst du den Muskel etwas intensiver als beim ersten Mal und hältst diese Position noch einmal 30 bis 45 Sekunden. Diese Methode ist vor allem nach dem Laufen sinnvoll, um die Muskulatur zu entspannen und auf die bevorstehende Regeneration einzustimmen.  
Vor dem Laufen dient das Dehnen der Einstimmung auf die intensive, langanhaltende Bewegung. Dabei empfiehlt es sich, die Dehnübungen maximal 15 Sekunden lang halten und nur einmal zu absolvieren. Vor dem Laufen ist oft auch das dynamische Dehnen die bessere Wahl als die bislang beschriebene statische Variante mit dem typischen Halten der Dehnposition. Der Grund dafür ist simpel: Dehnen nimmt Spannung aus der Muskulatur. Nach dem Laufen ist diese Verringerung des „Muskeltonus“ genau das, was wir erreichen wollen. 
Beim dynamischen Dehnen bringst du deinen Muskel zunächst ebenfalls in eine Dehnposition. Doch anstatt die Position zu halten, federst du sanft immer tiefer in die Dehnung hinein. Aber Vorsicht: Bei dieser Dehnvariante läufst du Gefahr, die Übung nicht korrekt auszuführen. Der Muskel könnte überstreckt, eventuell sogar gezerrt werden. Wenn du neu beim Dehnen bist, solltest du deshalb mit statischem Dehnen anfangen - mit mehr Erfahrung ist dann der Wechsel zum dynamischen Dehnen kein Problem.
Es gibt aber auch Läuferinnen und Läufer, die komplett aufs Stretching verzichten sollten: Das gilt für alle, deren Bewegungsapparat das Prädikat „hypermobil“, also überbeweglich, trägt. In diesem Fall verringert das Dehnen die ohnehin suboptimale Stabilität weiter - und sie werde für Verletzungen anfälliger. ⁠

⁠ ⁠Die wichtigsten Dehnübungen für Läufer:innen
Wadenmuskulatur dehnen
Deine Waden wollen besonders gepflegt werden, deshalb gehören diese Übungen ins Repertoire jedes Läufers und jeder Läuferin. Im kurzen Ausfallschritt stützt du die Hände in die Hüften, dann verlagerst du das Gewicht auf das hintere Bein und beugst das Knie. Du spürst den Zug und dehnst die Achillessehne und die untere Wadenmuskulatur. 
Um die obere Wade zu dehnen, vergrößerst du den Ausfallschritt. Stütze dich mit den Händen an einem Geländer, einem Baum oder einer Wand ab. Strecke das hintere Bein, und drücke die Ferse auf den Boden. Dein Ihr Gewicht ruht auf den Armen und dem hinteren Bein. 
Oberschenkelvorderseite dehnen
Die Muskeln an der Vorderseite des Oberschenkels strecken das Bein und bremsen beim Bergablaufen jeden Schritt ab. Du dehnst diesen Bereich, indem du dich sich aufrecht hinstellst und mit der rechten Hand den rechten Fuß an der Fessel oder am Fußrücken fasst. Wenn es dir schwerfällt, die Balance zu halten, kannst du dich an einem Baum, einem Geländer oder einem Laufpartner abstützen. Ziehe jetzt den Fuß in Richtung Gesäß. 
Wichtig: Bleib dabei aufrecht stehen, die Hüfte ist gestreckt, die Knie bleiben zusammen. Auch ein Hohlkreuz solltest Du vermeiden.
Oberschenkelrückseite dehnen
Lege deinen Fuß auf einen Stuhl, eine Bank oder eine ähnlich hohe Stufe. Strecke das Bein und beuge dich mit geradem Rücken so weit vor, bis du ein Ziehen in den Muskeln an der Rückseite des Oberschenkels spürst. 
Den Po dehnen
Deine Gesäßmuskulatur wird besonders beim Bergauflaufen stark beansprucht. Nach Läufen in den Hügeln oder Bergen tut dieses Stretching besonders gut: Setz dich auf den Boden, das linke Bein ist gestreckt, das rechte wird so darüber geschlagen, dass der Fuß etwa auf Höhe des Knies steht. 
Mit dem linken Arm umschließt du das linke Knie, die Hand ruht auf dem Oberschenkel. Drehe den Oberkörper leicht nach rechts und stütz dich mit dem rechten Arm nach hinten ab. Zieh das Knie an deine Brust, bis du die Dehnung auf der rechten Poseite spürst. Dann wechselst du die Position spiegelbildlich und dehnst die linke Poseite.
Die Hüftbeugemuskeln dehnen
Die Muskeln, die bei jedem Schritt deine Knie heben müssen, neigen zu Verkürzungen. Deshalb solltest du sie nach jedem Lauf in die Länge ziehen. Gehe in den Ausfallschritt, der vordere Fuß steht mit der kompletten Sohle auf dem Boden, das hintere Bein hat mit Fußspitze und Knie Bodenkontakt. 
Denke daran, deinen Oberkörper aufrecht zu halten. Verlagere dein Körpergewicht nach vorn aufs Knie, bis du die Dehnung in der Hüfte spürst. Wenn es unangenehm ist, in dieser Position auf dem Boden zu knien, kannst du die Übung auch durchführen, indem das Knie in der Luft ist und dein Körpergewicht vom vorderen Bein getragen wird. Dann wechselst du das Bein.
Die Adduktoren dehnen
Die Muskeln an der Innenseite der Oberschenkel lassen sich im seitlichen Ausfallschritt stretchen. Stell dich mit gegrätschten Beinen hin, die Füße etwas mehr als doppelt schulterbreit auseinander. Jetzt beug das linke Bein, schieb das Knie über die Fußspitze und verlagere dein Gewicht auf das linke Bein. 
Das andere Bein bleibt gestreckt, und du spürst die Dehnung in den Adduktoren. Gönn dir dieses Gefühl lange genug, bevor du das Bein wechselst.
3-lagen-system

3-Lagen-System: Die Vorteile einer Zwiebel

Wenn wir unterwegs sind, bekleiden wir uns am besten nach dem 3-Lagen-Bekleidungssystem. Das ist das Mantra des Outdoorhandels. Aber wir haben doch auch sonst immer Wäsche, ein Sweatshirt und ’ne Jacke an. Was steckt also hinter dem funktionellen Bekleidungssystem?
⁠Das 3-Lagen-System
Das 3-Lagen-System ist ein Schlechtwettersystem und besteht aus verschiedenen Lagen, von denen jede eine spezielle Aufgabe hat. Es soll den Körper trocken und warm halten. Bei hoher sportlicher Betätigung aber kommt der Sportwäsche eine andere Funktion zu. Statt den Schweiß wegzuleiten und zu wärmen, muss sie den Schweiß nutzen, um zu kühlen. Auch bei Fernreisen in heißen, humiden Gegenden passt das klassische 3-Lagen-System nicht richtig. Dafür gibt es die Travelwear. ⁠

Bild © Falke
⁠⁠Die erste Lage
Dicht am Körper: die Funktionswäsche
Wusstest du, dass der Wärmeentzug pro Liter verdunsteter Flüssigkeit 580 kcal beträgt? Funktionsunterwäsche aus Synthetik oder Merinowolle soll das verhindern. Unterwäsche aus Baumwolle nimmt die Feuchtigkeit zwar auf (bis zu 65 % des Eigengewichts), gibt sie aber nicht nach außen weiter. Die Wäsche hängt nass am Körper und entzieht ihm durch Verdunstungskälte Wärme. Um neue Wärme zu erzeugen, verbraucht der Körper Energie und die Leistung sinkt. Hinzu kommt die Gefahr einer Erkältung.
Funktionsunterwäsche besteht aus Fasern, die selbst verschwindend wenig Feuchtigkeit aufnehmen und diese nach außen weiterleiten. Das nennt man „Wicking“. Die Restfeuchtigkeit trocknet durch die Körperwärme problemlos ab. Was hier passiert, wird deshalb auch als Feuchtigkeitsmanagement bezeichnet. Wichtig dabei:
Die Funktionsunterwäsche liegt am Körper eng an.
Als Materialien kommen Fasern wie Polypropylen (0 % Feuchtigkeitsaufnahme), Polyester (etwa 2–4 % Feuchtigkeitsaufnahme) oder Polyamid (6–10 % Feuchtigkeitsaufnahme) oder Mischungen davon in Frage. Die Ausnahme ist Merinowolle. Wolle kann viel Feuchtigkeit aufnehmen (bis 33 %), hat aber den Vorteil, dass sie sich nicht nass anfühlt und den Körper auch im nassen Zustand wärmt. Der große Vorteil von Merino: Die Struktur der Wollfaser hat eine selbstreinigende Wirkung und reduziert unangenehmen Schweißgeruch. Während man Wollwäsche eine ganze Woche tragen kann, gilt für Synthetik: „Polyester macht einsam.“ ⁠

Bild © Artilect
⁠⁠Die zweite Lage
Viele Möglichkeiten: die Isolierschicht´
Die Aufgabe der 2. Lage ist die Isolation, also den Erhalt der Körperwärme. Isolation erreicht man über den Einschluss stehender Luft. Je feiner das Material verästelt ist, desto mehr Luft schließt es ein, desto besser die Isolation. Je tiefer das Quecksilber fällt, desto mehr Isolation wird benötigt. Je anstrengender die Aktivität, desto weniger Wärme braucht man. Das kann sich aber schnell ändern. Während man beim Aufstieg ohne Isolation auskommt, muss die Lage auf dem Gipfel schnell her.
Bei der 2. Lage ist gut, schnell reagieren zu können. Deshalb sind unterschiedliche und dünnere Lagen sinnvoll, die du bei starker Kälte miteinander kombinieren kannst. Das Problem dabei: Verschiedene Lagen sperren die Beweglichkeit. Entweder kombiniert man eine Lage Stretchfleece mit einer glatten, rutschigen Oberfläche mit einem Fleece oder man greift zur Kombination von dünnem Fleece und einer Bauschfaserjacke mit glattem Oberstoff.
Das klassische Material der 2. Lage ist Fleece aus Polyester. Die Dicken werden in Grammgewichtsklassen (Gramm/m2 ) bezeichnet. Sie gibt es als Mikrofleece (100er-Fleece), Standardfleece (200er), dickes Fleece (300er) oder in ganz unterschiedlichen Oberflächen von Stretchfleece (hoher Elasthananteil für starke Dehnbarkeit und glatte Oberfläche), Highloft-Fleece (ein sehr haariges Teddymaterial), Gridfleece (Karostruktur für kleineres Packmaß) bis Strickfleece (eher im urbanen Bereich zuhause). Fleece ist immer stark luftdurchlässig. Deshalb gibt es auch winddichtes „Sandwich“-Fleece mit Zwischenlage. In die zweite Lage gehören auch dünne Isolationsjacken mit einer Füllung aus Kunstfaser, Wolle oder Daunen. Sie sind meist etwas wärmer als Fleece, häufig kleiner im Packmaß und durch den Oberstoff winddicht, so dass man sie bei trockener Kühle/Kälte auch solo tragen kann.


Bild © Devold
⁠ ⁠Die dritte Lage
Wind und Wetterschutz
Die äußere Lage wird häufig auf Schutz vor Nässe reduziert. Natürlich ist es wichtig, auf einer Tour eine wasserdichte Jacke im Gepäck zu haben. Schutz vor den Elementen heißt auch Schutz bei extremer Kälte oder Windschutz. Wind wird häufig unterschätzt, potenziert aber die gefühlte Kälte. Dann spricht man von „Windchill“. Windchill kann auch bei normalen Temperaturen zu einem Problem werden. Mit etwas Feuchtigkeit (z. B. Schweiß oder Kondensnässe in der Jacke) ist es mehr als ungemütlich. Und natürlich: Je höher der Luftstrom, desto mehr Wärme kann dem Körper entzogen werden. Die Gefahr der Hypothermie, also Unterkühlung, ist unterwegs gefährlicher als die Gefahr des Erfrierens und wird durch Überforderung und Erschöpfung, Durst und zu wenig Essen verstärkt. Häufig bekommt man Hypothermie nicht mit, weil sie mit Bewusstseinsstörungen einhergeht.
Zur 3. Lage gehören auch Beweglichkeit und Klimakomfort.
Beides waren wichtige Argumente bei der „Erfindung“ der Softshells. Regenjacken sind zwar im Labor atmungsaktiv, aber unterwegs spürt man davon wenig, weil die Membran eine zu starke Barriere ist. Gute Softshells kommend deshalb ohne Membran aus. Sie sind von der Webstruktur fast winddicht und lassen eine dosierte Ventilation zu, ohne auszukühlen. Softshells ohne Membran lassen sich als 2. Lage im Lagensystem integrieren.


Bild © Columbia
⁠ ⁠Weitere Tipps
Regenjacken
: Bei Regenjacken gibt es unterschiedliche Verarbeitungen. 2,5-Lagen-Jacken haben eine zusätzliche Schicht zum Schutz der Membran, sind sehr leicht und als „Notjacke“ einfach mitzunehmen (man holt sie nur im Bedarfsfall aus dem Rucksack). 2-Lagen-Jacken sind Allrounder und auch im Alltag beliebt. Für Rucksacktouren greift man besser zur 3-Lagen-Verarbeitung. Die ist zwar etwas steifer und fester, aber viel langlebiger. Der DIN-Wert für Wasserdichte liegt bei knapp 1.400mm Wassersäule. Der Druck von Rucksackträgern, Knien auf dem Zeltboden, Sitzen beim Liften oder die Veränderungen des Materials durch UV lassen diesen Wert schnell alt aussehen. Werte um die 10.000 bis 20.000mm sind deshalb nicht selten und unter 5.000mm Wassersäule sollte keine Funktionsjacke liegen.
Dünne und superleichte Windjacken
aus leichtem Stoff fallen nicht ins Gewicht, passen in die Hosentasche und bieten Windschutz in allen Situationen.
Softshelljacken
haben eine robuste, nässeabweisende Außenseite. Sie bieten in gut 80 % der Aktivitäts- und Wettersituationen unterwegs verlässlichen Schutz und deutlich mehr Klimakomfort als jede „atmungsaktive“ Regenjacke.
Gewachste Baumwollmischgewebe-Jacken
bieten auch ausreichend Windschutz und atmen besser. Sie sind enorm robust, einfach reparierbar und bieten viel Klimakomfort. Vorteilhaft: die Unempfindlichkeit gegen Funkenflug beim Lagerfeuer.
Woll- und Lodenjacken
eignen sich für Tagesaktivitäten bei trockener, gemäßigter Kälte. Sie bieten lange Nässeschutz, zusätzliche Wärme und viel Komfort. Weiterer Pluspunkt: Sie sind leise.
Fette Daunen- oder Bauschfaserjacken
kommen zum Einsatz, wenn es richtig eisig wird oder man lange an einem Ort steht und wartet, etwa beim Sichern, Eisfischen oder auf Wintertour im Lager.

Bild © Leki/Claudia Ziegler
wanderschuhe-finden

Wie findest du passenden Wanderschuh?

Wanderschuhe sind die besten Freunde für unterwegs und die Basis für jede Outdoor-Aktivität. Aber wie findet man den richtigen und passenden Wanderschuh?
Der Markt von Outdoor-Schuhen ist riesig. Es gibt Multifunktionsschuhe, Bergschuhe, Trekkingsandalen, Approachschuhe, Leichtwander- und Wanderschuhe, Trekkingschuhe, steigeisenfeste Schuhe, Barfußschuhe, Speed-Hiking-Schuhe und viele mehr. Dazu die unterschiedlichen Höhen von Low Cut über Mid Cut zum Stiefel. Wie soll man sich da zurechtfinden?
Die Hauptunterschiede, je höher und komplizierter die Touren werden:
Der Schaft wird höher und stabiler.
Die Sohlenkonstruktionen werden steifer.
Das Gewicht nimmt (meist) zu.
Ein klassischer Wanderschuh hat auf alle Fälle einen hohen Schaft für Knickschutz, eine feste Sohle, damit man nicht jedes Steinchen am Fuß spürt, und rollt im Fuß/Zehenbereich anatomisch ab. Der Wanderschuh fängt bei A/B an. Mit dem B-Schuh geht man sicherer, einen B/C-Wanderschuh benötigt man beim Tragen eines schweren Rucksackes. ⁠


⁠Low Cuts - Flache Wanderschuhe?
Viele Hersteller haben flache Schuhe im Sortiment und sagen, man könne sie auch zum Wandern, ja sogar in die Berge anziehen. Damit sind sogenannte Speed-Hiking- sowie Approach-Schuhe gemeint. Dahinter verbergen sich flache Schuhe mit einer festeren Sohle, bei Approach-Schuhen sogar mit Schutzrand gegen Geröll. Sie sind tatsächlich für sportliches Bergwandern und Zustiege zum Felsen gemacht, also eigentlich für Regionen, in denen man Knöchelschutz tragen sollte. Das geht trotzdem – vorausgesetzt, du hast eine trainierte Fußmuskulatur und Erfahrung im Gelände. Kurz: Als Wanderanfänger oder wenig geübter Wanderer und bei Touren mit viel Gepäck greifst du besser zum stabileren Schuh. ⁠

⁠ ⁠Wie wasserdicht muss ein Wanderschuh sein?
Membranschuhe
Membranschuhe sind wasserdicht – zumindest, solange die Membran intakt ist. Das Problem: Die Zehen schieben vorne gegen die Membran und können diese durchstoßen. Das wird nicht getestet. Der Schrittsimulator testet nur den Knickbereich im Gelenk. Wasserdicht ist ein
Vorteil
, wenn es sehr nass ist oder kühle Temperaturen vorherrschen. Dann behältst du einen trockeneren Fuß als in einem Schuh ohne Membran.
Nachteil
eines Membranschuhs: Wenn einmal Nässe in den Schuh gelangt ist (Durchnässen, bei defekter Membran, Wasser von oben, Schweißfuß), trocknen sie langsam.
Lederschuhe
Die Alternative zum Membranschuh ist ein Lederschuh. Er benötigt regelmäßig Pflege. Mit einem guten Lederwachs kannst du deinen Schuh jedoch „gebrauchsdicht“ wachsen. Für Tagesaktivitäten ist das ausreichend. Bei mehrtägigen oder gar mehrwöchigen Wanderungen solltest du unterwegs nachpflegen. Er ist dennoch nicht zu 100 % dicht, dafür trocknet er schneller. Bei einem guten Lederschuh wird häufig ein Weichrindlederfutter verwendet. Das ist angenehm und kann die Feuchtigkeit vom Fuß besser verarbeiten als eine Membran. Zudem hast du in einem Lederschuh ein besseres Fußklima. Auch bei trockener Kälte ist ein Lederschuh besser, weil die Feuchtigkeit besser aus dem Schuh gezogen wird und der Fuß so trockener und wärmer bleibt. ⁠

⁠ ⁠Tipps zum Schuhkauf
Einen Wanderschuhkauf solltest du nicht „übers Knie“ brechen, sondern du solltest die Beratungsangebote deines Sporthändlers nutzen und Schuhe aktiv ausprobieren. Ein guter Fachhändler hat eine Schuhteststrecke im Laden, auf der du bergauf, bergab simulieren und Bodenunebenheiten laufen kannst. Ideal wäre außerdem, wenn du dir den Eindruck des Schuhs bei einem zweiten „Termin“ bestätigst.
Gehe nicht vormittags zum Schuhkauf. Dein Fuß ist da noch ausgeruht. Ein „angestrengter“ Fuß wird etwas größer – und so ist es auch beim Wandern.
Bringe deine eigenen Wandersocken und eventuell notwendige Einlegesohlen mit. Dann ist alles abgestimmt.
Steige stehend in den Wanderschuh ein und binde ihn selbst mit Kraft von oben. Beides hilft, damit er richtig sitzt.
Probiere bewusst auch eine halbe Nummer größer und kleiner, um das richtige Gefühl zu bekommen.
Beim Wanderschuh gilt: Lieber eine halbe Nummer zu groß kaufen. Vorne müssen die Zehen viel Platz haben. Ob ein Wanderschuh zu groß ist, merkst du nicht vorne, sondern, weil du an der Ferse keinen Halt hast. Zu kleine Schuhe sind eine Qual. ⁠


⁠⁠Schuhkategorisierung von Alfons Meindl
In weiser Voraussicht hat Alfons Meindl in der Mitte der siebziger Jahre eine Schuhkategorisierung für Wanderschuhe entwickelt – und sie gilt heute noch. Auch andere Schuhmarken nutzen diese Unterteilung, wenngleich sie manchmal andere Namen dafür haben wie Travel, Trek Light, Hiking, Trekking, Alpin und Rock. ⁠


⁠A
Lightwalker sind dein täglicher, fester Begleiter. Im Alltag, auf Reisen geben sie dir sicheren Halt, dank des modischen Schnitts bist du auch in der City gut angezogen.
A/B
Dieses Label kennzeichnet den leichten Wanderschuh fürs Flachland, die Mittelgebirge oder auch mal den Pfad im Voralpengebirge.
B
Der Trekking-Klassiker gibt dir im alpinen Gelände auf ausgedehnten Touren festen Halt.
B/C
Hier findest du den Trekking-Schuh für die ambitionierteren Touren, der dir zudem auf Klettersteigen oder im mittelschweren alpinen Terrain sicheren Halt gibt.
C
C ist das Zeichen für den trittstabilen Hochgebirgsschuh. Ob am Fels, in der Wand, auf Geröll oder im Gletscher, er führt dich auf Touren im Hochgebirge sicher ans Ziel und wieder zurück.
D
Der Schuh für die ultimative Herausforderung bei extremen Einsätzen in kritischem Gelände. Wo man Steigeisen nutzt, geht man keine Kompromisse ein. Erst recht nicht bei seinem Schuh. ⁠ ⁠ ⁠ ⁠ ⁠

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Für noch mehr Tragekomfort.
Weil auch unsere Füße eine „Tagesform“ haben, kannst du mit den Komponenten Socken, Sohle und Schnürung deinen Schuh individuell anpassen. Die Socken optimieren das Fußklima, die Schnürung hilft dir im Gelände und eine spezielle Einlegesohle ist gut für die Fußanatomie.
Passform unten: Comfort fit®.
Der Comfort fit® Leisten hat mehr Platz im Vorderfußbereich. Die ausgeprägte Rolle gibt mehr Volumen, mehr Zehenfreiheit und mehr Ballenweite. Durch die breitere Sohlenbasis hat man zudem einen breiteren Stand. Die normal eng gehaltene Ferse gibt Stabilität und Führung.
Passform vorne: das MEINDL Weitensystem-/Fit-System-Konzept.
Neben der Größe des Fußes ist die Breite ein wichtiger Wohlfühlfaktor. Zu enge Schuhe reduzieren den Komfort, bei zu weiten Schuhen fehlt der Halt. Die Weite bezieht sich stets auf den Vorderfußbereich.
Passform hinten: variofix®.
Ein frei umlaufendes „Speedwire“, also ein Band, zieht sich beim Einschnüren gleichmäßig um die Ferse und verleiht Halt.

⁠Sechs weitere Schritte der Schuhauswahl
1. Socken
Bring die Socken mit, die du mit auf Tour nimmst
2. Schnüren
Ferse nach hinten drücken, Lasche zentrieren, schnüren
3. Mehrere Größen probieren
Füße verändern sich nach Tageszeit und Alter
4. Passform prüfen
Faustregel: Vorne hat der Fuß 1 cm Platz
5. Bergauf probegehen
10 Minuten Schuh tragen und Fersensitz mit Schnürung regulieren
6. Bergab probegehen
Schuhe im Vorderfußund Ristbereich stramm schnüren. Der Fuß darf vorne nicht anstoßen

Du hast direkt Lust bekommen, dir ein neues Paar
Wanderschuhe
zu kaufen? Dann schau ganz einfach in unserem
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Jack Wolfskin
und viele weitere.
top-5-fernwanderwege

Thorsten Hoyer: Seine Top 5 Fernwanderwege

Weitwandern ist das bewusste Einlassen auf Wege, um Regionen buchstäblich Schritt für Schritt zu erkunden. Dabei geht es langsam voran, aber mit einer überraschenden Intensität. Thorsten Hoyer ist Chefredakteur der Zeitschrift Wandermagazin und mag Kontraste, z. B. sowohl das Extrem- als auch das Genusswandern. Im Wandermagazin erscheint von ihm derzeit die Serie ” Hoyer macht Strecke“.
Thorsten Hoyer:
Ich liebe lange Wanderungen. Die Begegnungen mit Landschaften, Menschen und regionalen Eigenheiten üben von jeher eine große Faszination auf mich aus. „Von jeher“, das sind nunmehr über drei Jahrzehnte – und dennoch empfinde ich nach wie vor eine fast kindliche Vorfreude, wenn ich mich an die Planung einer Tour mache. Sie macht für mich einen bedeutsamen Teil der Faszination Weitwandern aus. Das Auseinandersetzen mit den eigenen Ansprüchen, das Sich-entscheiden-Müssen, die physische und psychische Vorbereitung, Kompromissfähigkeit und mit alledem das Einlassen – trotz aller Planungen – auf Unvorhersehbares.
Neugier und Leidenschaft
Weitwandern steht für mich für Neugier und Flexibilität, für Bewusstsein und Leidenschaft. Das Beschreiten eines weiten Weges ist nichts anderes als Teil des eigenen Lebensweges. Dass mich diese Leidenschaft Schritt für Schritt meiner Bestimmung näher bringen sollte, davon hätte ich einst nicht zu träumen gewagt. Bis heute packe ich immer wieder meinen Rucksack und mache mich auf den Weg, inzwischen auch als Chefredakteur des Wandermagazins – u. a. für die Reihe „Hoyer macht Strecke“. Hierfür bin ich auf Wegen unterwegs, die mich in alle Teile Deutschlands führen. Ob Wandern entlang der Küsten, in alpinem Gebirge oder in den Tälern und Höhen der Mittelgebirge – immer noch bin ich überrascht, welche unbekannten Landschaften es zu entdecken gilt oder welche bekannten Landschaften sich neu erleben lassen.
Uneingeschränkt empfehlenswert
Hier möchte ich fünf spannende Weitwanderwege vorstellen, die mich besonders berührt haben und die ich für eine wanderbare Auszeit uneingeschränkt empfehlen kann. Für weitere Informationen einfach den QR-Code scannen oder das Tourenportal unter
www.wandermagazin.de
besuchen. Es gibt viel zu entdecken, auf geht’s!

Höhenweg Steinwaldweg
Von der Saale an die Wondreb, dazwischen fantastische Aussichten über weite Wälder und faszinierende Felsen. Eine sagenhafte Landschaft voller kulturhistorischer, ursprünglicher Ortschaften und einem Kloster als Ziel.






⁠ ⁠Logenplatz-Route
Die Logenplatz-Route ist Teil des Wanderwegekonzeptes „Schlossparkwandern“, das die Vielfältigkeit und Schönheit des Ostallgäus auf drei Höhenlagen erschließt. Die Logenplatz-Route gleicht einer Essenz: von allem Schönen etwas.






⁠ ⁠Müritz-Nationalpark-Weg
Der längste Wanderweg durch einen deutschen Nationalpark erschließt den Müritz-Nationalpark in seiner ganzen Reichhaltigkeit. Traumhafte Seen, eingebettet in Wälder mit stattlichen Kiefern und urigen Buchen. Dazu eine Tierwelt, die in Deutschland ihresgleichen sucht.







⁠ ⁠Naturparkweg Leine-Werra
Der Weg verbindet im Naturpark Eichsfeld-Hainich-Werratal die schönsten Plätze miteinander. Dichte Wälder, aussichtsreiche Höhen, wasserreiche Täler und immer wieder ganz naturnah – ein enorm abwechslungsreicher Weg, der auch entlang des Grünen Bandes Deutschland führt.







⁠ ⁠Zschopautalweg
Von der Quelle am Fichtelberg nahe der Grenze zu Tschechien bis zur Mündung in die Freiberger Mulde führt der Wanderweg immer dicht entlang des Flusses Zschopau. Der wunderschöne Weg durch eine besonders geschichtsträchtige Kulturlandschaft ist durchaus ein Geheimtipp.






© alle Bilder: Thorsten Hoyer
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Auf Fietsen am Fluss entlang

Schon immer waren Flüsse für den Menschen von großer Bedeutung: zur Gewinnung von Trinkwasser und Nahrung und als Verkehrswege; Flüsse verbinden Städte, Regionen und sogar Länder. Für Outdoor-Fans prägen sie vor allem wunderschöne und abwechslungsreiche Landschaften.
In Deutschland gibt es viele Flüsse – aktiv an Land erleben kann man sie auf Flussradwegen. Vieles spricht für eine Tour am Strom: Neben dem angenehmen Klima entlang der meisten Gewässer hat man auch sein Ziel (fast) immer vor Augen. Der Fluss bietet Orientierung, er gibt die Richtung vor. Dabei ändert sich immer wieder die Landschaft rundherum. Mal radelt man in Stadtnähe und durchfährt historische Metropolen, mal findet man sich in urwüchsiger Natur wieder: Außer einem kleinen Trampelpfad unter den Rädern erinnert nichts daran, dass man auf einem menschengemachten Flussradweg ist.
Ob im Norden, Westen, Osten oder Süden: Flussradwege finden sich überall und sind eine einfache und wunderbare Möglichkeit, Deutschland in all seinen Facetten zu erkunden. Etwa auf dem Weser-Radweg: Auf 520km führt er vom Weserbergland an die Nordsee durch Landschaften, die unterschiedlicher nicht sein könnten: vom Kulturland Teufelsmoor über Fachwerkstädte bis hin zum Weltnaturerbe Wattenmeer. Doch auf Flussradwegen lässt sich nicht nur die Natur bewundern. Der 240km lange RuhrtalRadweg z. B. macht die Kultur- und Industriegeschichte Deutschlands zwischen Sauerland und Metropole Ruhr erlebbar. Auch Donau, Elbe, Main, Spree und viele mehr laden dazu ein, Natur und Kultur entlang der Gewässer auf zwei Rädern zu erkunden. Zwei Klassiker, die sich in Koblenz treffen, stellen wir hier vor: den Mosel-Radweg und den Rheinradweg.
Weitere Radtourentipps findest du auf
www.rad-wandern.de

⁠Der Moselradweg
Einer der beliebtesten Radwege in Deutschland ist der Mosel-Radweg. Dies liegt nicht zuletzt an der einfachen Streckenführung über meist ebene, gut asphaltierte Straßen. Auch kommt der Genuss auf dieser Route nicht zu kurz. Auffällig unterwegs sind die vielen Weinberge, die sich aneinanderreihen, und ebenso viele kleine Fachwerkstädtchen wie Bernkastel-Kues und Cochem, in denen sich Mittelalterflair erleben lässt. Der Flussradweg ist 250km lang und startet im französischen Perl. Sein Ende findet er am Deutschen Eck in Koblenz. Auch die Mosel findet hier ihr Ende und mündet in den Rhein. Wer nach der Tour auf dem Mosel-Radweg noch nicht müde ist, kann also gleich weiter auf den Rheinradweg.

https://rad-wandern.de/lander--regionen/deutschland/rheinland-pfalz/auf-dem-mosel-radweg-ahrweiler-bis-traben-trabach.html






⁠ ⁠Der Rheinradweg (EV15)
Die längste Strecke, die ein Fluss durch Deutschland fließt, gehört dem Rhein. Die Lebensader für einen großen Teil der westlichen Bundesländer entspringt im Schweizer Kanton Graubünden und fließt dann durch sechs Länder, bis sie bei Rotterdam ins Meer mündet. Der Rheinradweg, auch EuroVelo 15, führt entlang des Laufs auf der gesamten Strecke des Stroms. Neben der Landschaft von Alpenpanorama bis Nordseestrand hat der Weg mit Städten wie Konstanz, Basel, Koblenz, Köln und Rotterdam auch jede Menge Kultur und Geschichte zu bieten. So lässt sich die Strecke je nach Kondition zwischen den Fachwerkstädtchen und Rheinmetropolen individuell einteilen.

https://rad-wandern.de/lander--regionen/deutschland/-/fahrradtrekking-von-koln-bis-zur-nordsee.html







produktpflege

Pflege von Outdoorprodukten

Gute Funktionsbekleidung kostet manchmal den einen oder anderen Euro mehr. Stimmt. Das liegt an der Funktionalität und der Langlebigkeit der Materialien. Diese zu erhalten, setzt die richtige Pflege voraus. Langlebigkeit spart mittelfristig nicht nur Geld, sie ist auch gut für die Umwelt.
⁠Warum spezielle Waschmittel?
Die richtige Pflege eines Funktionsproduktes fängt mit Spezialwaschmitteln an. Sie sind so gemacht, dass Funktionen erhalten und revitalisiert werden, z. B.:
Hersteller mischen in herkömmliche Waschmittel häufig Duftstoffe hinein (ein psychologischer Trick, damit Sauberkeit gerochen werden kann), die sich an die Faser andocken oder gar in die Faser eindringen und das Feuchtigkeitsmanagement blockieren.
„Normale“ Waschmittel überlagern die wasserabweisende Ausrüstung (DWR, Durable Water Repellency) durch hydrophile (wasseranziehende) Rückstände, so dass die Stoffe Feuchtigkeit aufnehmen, statt sie abzuweisen (hydrophob). Das reduziert die Atmungsaktivität einer wasserdichten und atmungsaktiven Membran.


⁠Gegen Geruch und für Feuchtigkeitsmanagement
Im 3-Lagen-Zwiebelsystem wird die anfallende Feuchtigkeit vom Körper nach außen transportiert. Der Schweiß geht also durch die erste, zweite und dritte Lage hindurch. Dabei bleiben Rückstände von Schweiß (Bakterien, Ammoniaksäure, Eiweiße) sowie Körperölen in den Lagen hängen. Diese blockieren das Feuchtigkeitsmanagement und fangen an, zu riechen. Waschmittel für diese Lagen müssen geruchsreduzierend wirken und das Feuchtigkeitsmanagement erhalten. Und sie müssen bei relativ niedrigen Temperaturen – bei maximal 40 °C – funktionieren. Bei der 2. Lage kommt noch die isolierende Funktion hinzu. Schweißrückstände „verkleben“ und verstopfen die feinen Fasern, die eigentlich Luft speichern sollen.


⁠Bessere Atmungsaktivität
Beim Waschen von Membranjacken und Softshells (auch Hosen) gibt es zwei Pflegegänge. Beim Waschen geht es wieder um die Schweißrückstände. Sie reduzieren einerseits die Atmungsaktivität, in dem sie die Poren verstopfen, andererseits zerstören die Körperfette und Salze mittelfristig die Wasserdichte der Membran, indem sie die Poren vergrößern. Übrigens: Nach einem Aufenthalt am Meer ist es ratsam, Membranjacken zu waschen, um die Meeressalze, die in der Luft sind, aus der Jacke herauszuwaschen.
Membranjacken bitte regelmäßig waschen
. Hier wird ein Spezialwaschmittel genutzt, das anders als bei der 1. und 2. Lage nicht die hydrophile Funktion unterstützt, sondern die Oberfläche hydrophobiert, also wasserabstoßend macht.
Die Nässe soll nicht im Oberstoff bleiben, sondern möglichst schnell trocknen bzw. als Wasserdampf verdampfen, denn Nässe im Oberstoff mindert die Atmungsaktivität der Membran. Das ist auch der Grund, warum Funktionsjacken mit einer wasserabweisenden Ausrüstung behandelt werden. Diese DWR (Durable Water Repellency) leidet durch Abrieb, UV-Licht und Regen. Das erkennt man daran, dass der Regen auf dem Oberstoff nicht mehr abperlt. Der Fachbegriff hier ist
‚Wetting-out‘
und Wetting-out kann die Atmungsaktivität bis zu 70 % reduzieren. Auch die beste PFC DWR geht verloren oder wäscht ab. Sie muss also regelmäßig aufgefrischt werden. Das kann in einem Waschgang mit einem Tauchbad oder durch ein Spray erfolgen. Waschgänge sind in der Fläche effektiver und gleichmäßiger, mit einem Spray lassen sich besonders betroffene Stellen wie Schultern gezielter nachimprägnieren. Wichtig dabei:
Bitte keine Imprägniermittel mit PFCs nutzen
. Mittel, die man zuhause nutzt, sind hochgradig volatil – gehen also zum Großteil direkt in die (Atem-)Luft oder ins Trinkwasser. Die toxischen Wirkungen von PFCs werden immer noch kleingeredet, weil sie nicht unmittelbar wirken. PFCs sind aber persistent (dauerhaft), bioakkumulativ (reichern sich in der Natur und Organismen an) und toxisch (giftig).
⁠⁠PFCs und PFAS-Chemie.
PFCs und PFAS-Chemie werden als „Forever Chemistry“ bezeichnet. Mittlerweile findet man PFAS-Chemie-Verschmutzung in den entlegensten Orten (Everest, Marianengraben, Südsee-Inseln, Arktis und Antarktis), im Blut von Eisbären und allen anderen Säugetieren, 95 % der Menschen. PFAS-Chemie ist Chemie, die menschengemacht ist und erst seit 40 Jahren überhaupt hergestellt wird. PFCs verursachen Krebs, verändern die Fertilität und beeinflussen unser Immunsystem und je länger man forscht, desto mehr entdeckt man, was diese Stoffe noch alles anrichten. Auf EU-Ebene werden immer lautere Forderungen erhoben, PFAS-Chemie als Gruppe zu behandeln und insgesamt zu reglementieren (verbieten).



⁠Loft und Wärme
Die Pflege von Daunenprodukten ist besonders wichtig, weil die Isolationsfähigkeit, also die Bauschfähigkeit (Loft) der Daunen, erhalten bleiben muss. Daunenprodukte können mit speziellen Daunenwaschmitteln in einer herkömmlichen Waschmaschine gewaschen werden (Schlafsäcke brauchen eine großvolumige Trommel). Wenn der Schlafsack schon mal nass ist, kann man die Daune auch gegen Einsatznässe imprägnieren. Diese Hydrophobierung der Daune stabilisiert die Daune gegen Verklumpen und erhält die Wärmeleistung unterwegs. Daunenprodukte müssen gründlich ausgespült werden, damit keine Waschmittelrückstände die Daunen verkleben. Die Maschine also nicht zu voll machen. Daunenprodukte können mit niedriger Drehzahl geschleudert werden. Das Schwierige an der Daunenpflege ist der Trocknungsprozess. Am besten ist hier ein großvolumiger Wäschetrockner. Man kann in den Trockner dazu ein paar Tennisbälle geben, um die Daune in der Trommel aufzuklopfen. Wenn man Daune per Hand wäscht oder diese unterwegs nass wird, hilft häufiges Aufschütteln und das Auseinanderziehen der Daunenverklumpungen.

⁠ ⁠Wachsen hilft
Baumwolle und Baumwollmischgewebe lassen sich auch mit herkömmlichen Waschmitteln waschen. Sie haben meist keine DWR und das Feuchtigkeitsmanagement ist bei Baumwolle nicht besonders hoch. Vor allem Trekkinghosen und -jacken kann man nach dem Waschen aber imprägnieren. Ein Tauchbad mit einem „Cotton-Proof“ ist auch hier einfach und effektiv. Die Alternative ist eine Bienenwachs-Paraffin-Mischung, die aufgerieben und dann eingefönt oder eingebügelt wird. Wachsen von Baumwolle oder Mischgeweben ist sinnvoll, weil die Baumwolle durch das Wachs länger trocken bleibt und auch schneller wieder trocknet.


⁠⁠Schuhpflege
Für die Schuhpflege gibt es mehrere Stufen:
Säubern
: Zum Säubern wird der Schuh nass gemacht und mit einem Schwamm oder Tuch vorsichtig gereinigt. Bitte auch die Sohle von Dreck befreien und gelegentlich mal innen (Schweißsalze!) feucht reinigen und das Fußbett lüften.
Trocknen
: Das Wichtigste: keine zusätzliche Heizquelle nehmen, um den Trocknungsprozess zu beschleunigen. Wenn Leder zu schnell trocknet, wird es brüchig und dann ist der beste Schuh hin. Der Trocknungsprozess braucht Zeit, das Leder dankt es.
Pflegen:
Ist der Schuh trocken, kann man ihn einsprühen (Synthetik) oder wachsen (Leder). Bitte nie Lederfett nehmen. Das macht Leder weich und labberig. Das Lederwachs enthält ausreichend Pflegemittel und schafft gleichzeitig Nässeschutz. Reibung oder die Wärme der Finger lässt das Wachs etwas schmelzen, so dass es in das Leder eindringt. Messingteile wie Ösen leiden nicht, wenn sie Wachs abkriegen. Und noch etwas: „Viel hilft viel“ ist der falsche Ansatz.
Verstauen:
Schuhe nicht in einen feuchten Keller stellen. Ein luftiger normaltemperierter Raum ist ideal. Bei Schuhen, die länger nicht benutzt wurden, können innerhalb kurzer Zeit die Sohlen abfallen. Die Weichmacher in der PU-Zwischensohle verflüchtigen sich, die Sohle wird hart und wenn man dann geht, bricht das PU auseinander. Hydrolyse lässt sich nicht aufhalten, aber verzögern, indem man den Wanderschuh viel benutzt.

wanderrucksaecke

Welcher Rucksack zum Wandern?

Was die Schuhe für die Füße, ist der Rucksack für den Rücken. Er muss passen. Angesichts unzähliger Kategorien, Rückensysteme und Passformen braucht das seine Zeit. Rucksäcke sind heute Hightech-Produkte: clever designt, aufwendig gemacht und ein ”Freund“ fürs Leben. Vorausgesetzt, sie passen richtig. Die Passform muss von Anfang an stimmen. Rucksäcke lassen sich nicht ” eintragen“. Deshalb wirbt ein Rucksackhersteller auch mit dem Spruch: ” Du trägst ihn nicht, du ziehst ihn an!“

⁠Nicht jeder für alles.
Der erste Schritt ist die Auswahl des Rucksacks passend zum eigentlichen Wandervorhaben. Die Rucksackkategorien bestimmen u. a., wie viel Gewicht man gut tragen kann.
Activity Packs
sind flach anliegend und fassen meist nur bis 10 Liter, weil man bei ihren zugedachten Einsätzen schnell und zeitlich sehr überschaubar unterwegs ist. Sie haben häufig ein integriertes Trinksystem. Mehr als 3 bis 5 Kilo inklusive Wasser trägt man in ihnen selten.

Wanderrucksäcke
ermöglichen etwa 24 bis 35 Liter Zuladung und sind für Gewichte um 5 bis 6 Kilo ausgelegt. Sie haben einen länglichen Rücken, der entweder gepolstert oder mit einem Abstandssystem versehen ist. Ersteres erlaubt mehr Kontrolle, Letzteres eine bessere Rückenbelüftung. Wanderrucksäcke haben häufig bereits Hüftflügel. Sie übertragen aber kaum Gewicht, sondern stabilisieren den Rucksack am Körper. Der Brustgurt ist Pflicht und eine Lageverstellung für eine bessere Lastverteilung auf Schulterhöhe ist wünschenswert. Wanderrucksäcke haben (Netz-)Taschen und Fächer für die Ausrüstung, häufig auch eine integrierte Regenhülle.
Bergrucksäcke
haben einen Kontaktrücken für maximale Kontrolle und sind schmal geschnitten für viel Bewegungsfreiheit in den Schultern – man will mit ihnen auch klettern oder kraxeln. Taschen, Netze oder anderer Schnickschnack außen sind eher Tabu, weil man damit am Fels hängen bleiben kann. Häufig haben sie abnehmbare Hüftriemen für die notwendige Beweglichkeit beim Steigen. Das Tragesystem ist für 8 bis 10 Kilo ausgelegt: Berg- und Kletterausrüstung will transportiert sein. Das Volumen liegt zwischen 30 und 45 Litern.

Trekkingrucksäcke
haben einen tragenden Beckengurt, der den Beckenknochen umschließt und bis zu 80 % des Gewichtes von den Schultern abnehmen kann. So lassen sich bequem bis 20 Kilo oder mehr tragen. Damit der Hüftgurt richtig sitzt, muss die Rückenlänge verstellbar sein. Beim Trekkingrucksack ist die Passform entscheidend. Setze ihn also auf – am besten mit Gewicht – und lass die Rückenlänge vom Fachhändler einstellen. Das Volumen fängt bei 45 bis 50 Liter an und kann bis 100 Liter reichen. Allrounder haben um die 65 bis 70 Litern und passen so für die meisten Trekkingtouren und Backpacker-Urlaube.

⁠Den Rucksack richtig aufsetzen.
Ein Rucksack muss passen. Das muss man im Laden unter realistischen Bedingungen, also mit Gewicht, ausprobieren. Nur so kann man die Passform feststellen. Ein leerer, leichter Rucksack passt immer, ist aber unterwegs unrealistisch. Wer schlau ist, lässt sich also Zeit und probiert mehrere Rucksäcke aus, gerne auch an unterschiedlichen Tagen. Es lohnt sich. Drei Dinge müssen passen:







⁠Folgende Schritte sind dazu notwendig:
Die Schnallen an Trägern und Beckengurt werden gelockert, so dass man den Rucksack bequem aufsetzen kann .
Der Fixpunkt des Rucksacks am Körper ist immer der Beckengurt. Er wird als Erstes so fixiert, dass der Beckenknochen umschlossen wird.
Erst danach werden die Schultertragegurte festgezogen. Rutscht der Beckengurt dabei in den Bauch, ist die Rückenlänge zu kurz. Lässt der Träger zwischen Gurt und Schulter eine Lücke, ist die Rückenlänge zu lang eingestellt.
Mittels der oberen Lageverstellung kann das Rucksackgewicht dichter an die Schulter oder tiefer auf die Hüfte verstellt werden. Mit dieser Lageverstellung kann man unterwegs auch „spielen“ und so das Gewicht verlagern, um dem Ermüden vorzubeugen oder den Schwerpunkt an das Gelände anzupassen – bergauf dichter am Körper, bergab stärker auf die Hüfte.
Mit der Lagenverstellung am Beckengurt wird der untere Teil des Rucksacks dichter an die Hüfte gezogen oder der Hüfte mehr Beweglichkeit gegeben.
Der Brustgurt wird über dem Brustbein geschlossen. Er darf weder drücken noch einengen. Wenn man die Träger leicht nach innen zieht, wird die Brustkorbmuskulatur im Bereich der Achselhöhlen entlastet und man kann besser atmen.
⁠Der kleine, große Unterschied.
Weil die Anatomie von Frauen und Männern unterschiedlich ist, gibt es spezielle Rucksäcke für Frauen. Der Unterschied ist meist deutlich spürbar.
Das sind die Unterschiede zwischen Damen- und Herren-Rucksäcken:
Modelle für Frauen haben eine kürzere Rückenlänge,
einen engeren Ansatz der Schulterträger,
schmälere, an Kanten weicher gepolsterte und stärker geschwungene Schulterträger
und einen konisch geformten Beckengurt, der oben stärker nach innen „kippt“, damit er die Taillenform besser umschmeichelt.
Kleinere Männer kommen manchmal mit den „Damen“-Rucksäcken besser zurecht, große, sportliche Frauen manchmal mit den Unisex-Modellen. Ausprobieren! Häufig sitzen Damenmodelle auch bei Jugendlichen besser.

⁠Tipps zum packen
Der Genuss des Wanderns wird häufig gemindert, indem man zu viel einpackt. Erfahrung ist hier der Schlüssel. Schreibe dir auf, was du einpackst, und kontrolliere nach der Tour, ob du alles gebraucht hast. Halte dich beim nächsten Packen an die korrigierte Liste. Orientiere dich beim Packen an folgenden Fragen: Woran muss ich unterwegs häufiger dran? Was will ich nicht im großen Hauptsack wühlend suchen müssen? An welche Ausrüstung muss ich notfalls schnell heran? Die Grundregel des Packens lautet: Nichts außen am Rucksack baumeln lassen, sondern alles in den Rucksack oder die Außentaschen packen. Kleine Gegenstände sind besser auffindbar, wenn man sie in Säckchen sortiert. Bekleidung sieht weniger verknittert aus, wenn man sie gerollt verpackt. Mit der Zeit entwickelt jeder und jede ein individuelles Packsystem.

Dich packt die Wanderlust und du willst direkt ab in die Berge? Damit du perfekt für deine nächste Tour ausgerüstet bist, findest du in unserem
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Wanderrücksäcke
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Outdoorausrüstung
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spielend-wandern

Mit Kindern spielend wandern

Kinder zum Wandern zu motivieren, kann eine echte Herausforderung sein. Manche Eltern und Großeltern ernten nur genervte Blicke, wenn sie eine Wanderung vorschlagen, oder müssen auf Tricks wie das Belohnungseis am Ende der Tour zurückgreifen. Dabei sind Kinder die geborenen Entdecker und die Natur selbst ist der beste Abenteuerspielplatz!
Deutschlandweit gibt es zahlreiche Wanderwege, die besonders auf die Bedürfnisse von Kindern und Familien eingehen. Während es Erwachsene gewohnt sind, eine Strecke von A nach B zu laufen, in möglichst gleichmäßigem Tempo und dabei die Landschaft auf sich wirken zu lassen, ist das für Kinder wenig reizvoll. Familienfreundliche Wanderwege laden ein, die Welt mit Kinderaugen zu sehen, mal ein Stück zu klettern, statt zu gehen, oder die Natur rechts und links des Weges zu erforschen.
Statt den üblichen vier Kilometern in einer Stunde, schafft man mit dem Wandernachwuchs vielleicht nur 500 Meter, weil es gilt, bunte Blätter aufzusammeln oder den Weg der Ameisenkolonie zu verfolgen. Damit kein Zeitdruck aufkommt, sind viele Kinderwanderwege deshalb kürzer und bieten Möglichkeiten zu häufigeren Pausen und spontanen Abkürzungen. Falls dennoch einmal Langeweile aufkommt, liefert die Initiative „Spielend wandern“ von Österreichs Wanderdörfern jede Menge konkrete Spielideen für unterwegs. Dafür braucht es keine Vorbereitung oder Extraausrüstung. Die Spiele lassen sich direkt in die Wanderung integrieren und gespielt wird mit dem, was sich in der Natur finden lässt. Und während die Kleinen die Natur entdecken, entdecken die Großen vielleicht das kleine Kind in sich.
TIPP:
Auf der Seite des Wandermagazins gibt es weitere familienfreundliche Tourenvorschläge mit ausgewählten Spielideen und Tipps für das Wandern mit Kindern:
https://wandermagazin.de/de/tag/spielend-wandern


⁠Mit Waschbär Eddi auf Erlebnistour – Edersee
Im Nationalpark Kellerwald-Edersee soll eine neue Wildnis entstehen oder besser gesagt eine Wildnis, so wie es sie hier vor vielen Jahren schon gab. Mithilfe der Abenteuerkarte von Waschbär Eddi geht es vom WildtierPark Edersee aus in den Wald, um verschiedene Rätselaufgaben zu lösen. Die Wanderung inklusive Baumkronenweg ist auch für Kinderwagen geeignet und kann sogar auf 2km abgekürzt werden, falls die Beine zu müde werden. Ein abenteuerlicher und lehrreicher Wanderspaß für Groß und Klein!





https://wandermagazin.de/de/artikel/aktuelles/881/spielend-wandern-am-edersee.html


⁠⁠Falladas Fridolinwanderung – Mecklenburgische Seenplatte
Dieser Tourentipp beinhaltet zugleich einen Lesetipp. Wer die aberwitzige und zeitlose Geschichte des frechen Dachses Fridolin von Hans Fallada kennt, braucht nicht viel Fantasie, um das gestreifte Tierchen durch den Buchenwald und am Ufer der glasklaren Seen entlangtapern zu sehen. Mit der Badestelle, der Fähre, dem wunderschönen Hullerbusch und dem Kesselmoor bietet der Weg viele natürliche Highlights und einen Tag voller Abenteuer draußen in der Feldberger Seenlandschaft.

Bild © Felix Gaensicke


https://wandermagazin.de/de/artikel/aktuelles/893/spielend-wandern-an-der-mecklenburgischen-seenplatte.html


⁠⁠Dem Auerhuhn auf der Spur – Schwarzwald
Auf den wurzeligen Pfaden des Auerhuhnsteigs kommen Familien einem stolzen, aber scheuen Waldbewohner auf die Spur: Verschiedene Mitmachstationen gewähren faszinierende Einblicke in die Lebenswelt der Auerhühner, machen sie mit allen Sinnen erlebbar und zeigen, warum das Auerhuhn ziemlich anspruchsvoll sein kann, was seine Wohnsituation betrifft. Auf Wohnungssuche im Schwarzwald würde es aber ganz sicher fündig werden.

Bild © Infozentrum Kaltenbronn


https://wandermagazin.de/de/artikel/aktuelles/899/spielend-wandern-im-nordlichen-schwarzwald.html

pulstreiber

Pulstreiber

Satte Outdoor-Action
Normalerweise hören wir die Rufe vom Kuckuck, das Rascheln eines Eichhörnchens in den Blättern oder das gemächliche Schellen der Kuhglocken, wenn wir draußen unterwegs sind. Doch manchmal ist es auch ein schon von Weitem vernehmbares lautes Lachen und ausgelassenes Schreien – dann, wenn das Herz vor Übermut einen Sprung macht! Wir verraten dir, wo du die Extraportion Outdoor-Spaß findest: ob hoch oben in luftiger Höhe oder weit unten in den dunklen Tiefen der Erde.
Hier findest du weitere Infos zu unseren vorgestellten Tipps:

www.eifeladventures.de

www.tandemfliegen.aero

www.kletterturm-bruehl.de

www.splashing-a.de

Höher, schneller, weiter: Wenn es dir zu Fuß zu langsam geht, dann ist Ziplining genau das Richtige für dich. Darunter versteht man die rasante Fahrt auf einer Seilrutsche von einem Punkt zum anderen – ganz spektakulär wird es dann bei der Überquerung von Schluchten oder Flüssen! Gesichert bist du mit einem Gurtsystem, damit dir auch nichts passiert. Eine einzelne Fahrt ist dir nicht genug? Dann solltest du dringend einen Stopp bei EifelAdventures in der rheinland-pfälzischenVulkaneifel einlegen: In Begleitung von professionellen Tour- Guides kannst du dort 12 Ziplines über das Berlinger-Bach-Tal erleben – in bis zu 50 Metern Höhe! Spaß und Action? Laufen hier wie am Schnürchen.


⁠Wenn dir das schwebende Gefühl zwischen Himmel und Erde gefällt, dann heb ab bei einem Tandemflug mit dem Gleitschirm. Kreise weit oben über der Erde, wo sonst nur Steinadler ihre Runden drehen! Du machst dir dabei das gleiche Prinzip zunutze wie dieser König der Lüfte: Lass dich von der aufsteigenden warmen Luft, der Thermik, nach oben tragen. Flugerlebnis Chiemgau bietet dir zum Beispiel die Möglichkeit, gemeinsam mit erfahrenen Tandempilot:innen die Freude am freien Flug zu entdecken.


⁠Unter einer Direttissima versteht man den kürzesten Aufstieg zu einem Gipfel – beim House-Running geht’s dagegen ganz ohne Umweg nach unten! Beim Kletterturm in Brühl nahe Köln kannst du diesen Nervenkitzel wagen: Gesichert mit Helm und Gurt lehnst du dich beim Start von der Plattform nach vorn und blickst dann in den Abgrund, der 50 Meter in die Tiefe reicht. Wenn es in deiner Magengrube flau wird, heißt es: „Los geht’s, ab nach unten!“ Ob in langsamen Schritten, im schnellen Lauf oder in ausgelassenen Sprüngen, bleibt dir da ganz selbst überlassen. Immer inklusive: ein echter Adrenalinschub.
Wenn es dich noch weiter in die Tiefe lockt, dann solltest du es einmal mit einer Höhlenwanderung versuchen: Dring unter fachkundiger Führung in das Innere eines Berges vor und lass dich von einer anderen Welt in den Bann ziehen. Absolute Dunkelheit, beklemmende Enge, unheimliche Stille, eine feucht-kühle Umgebung – hier sind Pioniergeist und Wagemut gefragt! Mit Splashing-A kannst du zum Beispiel eine Höhlentour im Allgäu, auf der Schwäbischen Alb oder in Vorarlberg wagen. Laufen, Abseilen, Klettern und manchmal sogar nur Schwimmen bringen dich dabei vorwärts. So tief unten wird es dir garantiert den Puls nach oben jagen!

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