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EINMAL RANGER SEIN!

„Wandern“ klingt für Kinder häufig alles andere als spannend. Anders hingegen sieht es aus, wenn Naturpark-Rangerinnen oder -Ranger die Wanderung anführen. Denn dann sind Abenteuer und Entdeckerfreude vorprogrammiert.

von Annabelle Gummersbach

Natur entdecken kann man überall: alltäglich vor der eigenen Haustür oder während einer Wanderung in den Ferien. Für einen ausgedehnten Ausflug in die deutsche Wildnis eignen sich die Nationalparks. Neben dem Schutz der Natur steht besonders das Thema Aufklärung im Programm der Naturlandschaften, die sich überall in Deutschland finden. Wer so richtig in die Natur eintauchen möchte, kann sich in manchen Regionen mit einem Ranger oder einer Rangerin auf Entdeckungstour begeben. Auf Erlebniswegen, Waldspielplätzen, Baumwipfelpfaden oder in Nationalparkzentren wird die Natur so zum ganz besonderen Entdeckerland.

Im Nationalpark Eifel etwa kann man sich fast täglich einem Waldprofi anschließen, kostenlos und ohne Voranmeldung. Besonders nah an den Kindern dran sind die Junior Ranger, Kinder und Jugendliche, die eine spezielle Ausbildung absolviert haben. Auch sie führen Familien durch den Nationalpark und lockern die ca. dreistündige Wanderung (ca. 4 km) mit Spielen und verschiedenen Aktivitäten auf. Die Touren eignen sich besonders für Kinder im Grundschulalter.

Im Nationalpark Harz steht der Wald im Vordergrund. Lernen, wie aus totem Holz neuer Wald entsteht, kann man auf einer geführten Ranger-Tour. Überraschungen sind hier vorprogrammiert. Denn auch wenn ein Wald abgestorben aussieht, ist er mehr als lebendig. Das zeigt z. B. eine Wanderung auf dem Borkenkäferpfad in Ilsenburg oder der WaldWandelWeg Torfhaus. Für junge Naturinteressierte eignet sich besonders der Löwenzahn-Entdeckerpfad in Drei Annen Hohne. Acht Stationen geben die Möglichkeit zum Forschen in der Natur.

Nationalparks sind nicht nur tolle, weitläufige Landschaften, sondern auch Lebensraum für wilde Tiere. Ein besonders prominenter, jedoch sehr scheuer Bewohner etwa ist die Wildkatze, die im Nationalpark Hainich heimisch ist. In freier Wildbahn wird man das kleine Tier selten treffen. Gelegenheit, die Katze aber doch einmal aus nächster Nähe zu sehen, bietet das Wildkatzendorf Hütscheroda. In der Wildkatzenscheune vermittelt eine kindgerechte Ausstellung jede Menge Wissen über Wildkatze und Nationalpark. Im Schaugehege, der Wildkatzenlichtung, erlebt man die Tiere dann hautnah. Von ungewöhnlichen Beobachtungsorten aus – aus einem Erdhaus oder vom Turm herab – kann man sie in den vier Gehegen sichten.

Wer selbst aktiv werden möchte, kann sich den Junior Rangern der Nationalen Naturlandschaften anschließen. Gemeinsam mit anderen Outdoor-Fans lernt man in den Gruppen, Nistkästen zu bauen oder wie man eine Nacht komplett ohne Schlafsack, Zelt und Essensvorräte in der Natur verbringt. Die Natur als Abenteuerplatz.

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Wildkatzenpfad Hainich

Eintauchen ins Reich der Wildkatze – das ist möglich im Nationalpark Hainich. Bevor man sich auf den Weg macht, kann man in der Wildkatzenscheune allerhand über den scheuen Waldbewohner lernen. Auf dem Pfad geht es dann direkt zum nächsten Highlight: dem Schaugehege. Gut versteckt, kann man von hier aus die Katzen in ihrem täglichen Leben beobachten. Der nächste Abschnitt ist geprägt von Kunst: Auf dem Skulpturenweg passiert man Kunstwerke von internationalen Künstlern, die im Rahmen von Bildhauersymposien entstanden sind. Weiter geht es durch einen jungen Laubmischwald, dem natürlichen Revier der Wildkatze. Sie hier in freier Laufbahn zu sehen, wird allerdings sehr, sehr schwierig. Einen besseren Überblick über den Nationalpark bietet bald darauf der Aussichtsturm „Hainichblick“. Auf einer Aussichtsplattform in 20 m Höhe genießt man ein weites Panorama über Hainich und Thüringer Wald.

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Löwenzahn-Entdeckerpfad Harz

Entdecker, aufgepasst! Der interaktive Löwenzahn-Entdeckerpfad führt auf rund 1,2 km durchs Gehölz und über eine Bergwiese des Nationalparks Harz. Zahleiche Mitmach-Stationen vermitteln spielerisch Wissen über die Natur und ihre Bewohner. Man folgt Tierspuren, hört die leisesten Geräusche mit dem Gehör einer Hör-Eule, wandert auf einem Barfußpfad und lernt an einem Drehpuzzle, welche Tiere totes Holz zum Leben brauchen. Der Weg endet am Natur-Erlebniszentrum HohneHof, das mit einem Abenteuerspielplatz kleinen Abenteurern Raum zum Toben gibt.

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TIPP!

Junior Ranger auf Reisen

Mit den Entdeckerheften der Nationalen Naturlandschaften kannst du deine Heimat- oder Urlaubsregion erforschen und so ein „Junior Ranger auf Entdeckertour“ werden. Du kannst lernen, Pflanzen zu bestimmen, stellst dich spannenden Rätseln und lernst Tipps und Tricks von echten Rangerinnen und Rangern, die Tag für Tag in der Wildnis unterwegs sind. Mehr Infos dazu gibt es unter www.junior-ranger.de.

Bilder © Arnold Morascher, Dajana Fotodesign, Verena Marten; Illustrationen © Olga Schick

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